Lima: Tipps für deine Reise

Lima, die Hauptstadt Perus, ist das wirtschaftliche, politische und soziale Zentrum des Landes. Hier findest du Informationen und Tipps für deine Reise nach Lima. Du erfährst alles Wissenswerte rund um Anreise, Sehenswürdigkeiten, Fortbewegungsmittel, Hotels, Shopping, Nachtleben, Flughafen und Klima.

Lima, die faszinierende Zehn-Millionen-Einwohner-Metropole an der Pazifikküste, ist um einiges besser als ihr Ruf. Die nach Kairo zweitgrößte Wüstenstadt der Welt ist für ihre reiche Geschichte, die lebendige Kultur und die fantastische Küche bekannt. Lima beherbergt eine beeindruckende Mischung aus kolonialer Architektur, modernen Gebäuden und prächtigen Plätzen. Das historische Zentrum von Lima, das zum Unesco-Weltkulturerbe zählt, ist ein beliebtes Touristenziel mit seinen gut erhaltenen Gebäuden aus der spanischen Kolonialzeit. Die Stadt bietet darüber hinaus eine vielfältige Auswahl an Museen. Eine einzigartige Mischung aus wuseligen Märkten, gepflegten Parks und langgezogenen Stränden lädt zu einem mehrtägigen Aufenthalt ein.

Unterkunftstipp für deinen Aufenthalt in Lima:
Einen sensationellen Blick über die Bucht von Lima bekommst du neben einer bequemen und sicheren Unterkunft, wenn du im kleinen, aber feinen Hotel Second Home Barranco übernachtest. Das Hotel liegt im angesagten Szeneviertel Barranco mit besten Ess- und Ausgehmöglichkeiten. Auch andere Stadtviertel wie Miraflores oder die Altstadt von Lima lassen sich gut mit Bus oder Taxi erreichen. Hier findest du das Hotel bei Booking.com. Weitere Hoteltipps in verschiedenen Preisklassen findest du weiter unten im Artikel.

Rund um den Leuchtturm in Miraflores ist immer etwas los

Reisetipps für Lima

Hier findest du alles, was du für deine Reise wissen musst.

Wissenswertes vorab

Lima hat im Laufe der Jahrhunderte eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht. In präkolumbischer Zeit lebten in der Region indigene Völker wie die Lima, die der Stadt ihren Namen gaben. Francisco Pizarro gründete die Stadt am 18. Januar 1535 mit einem quadratischen Grundriss im fruchtbaren Tal des Río Rímac. Bereits 1551 wurde die erste Universität Amerikas gegründet und Lima entwickelte sich schnell zum religiösen, wirtschaftlichen und politischen Zentrum der spanischen Kolonien in Südamerika. Im 19. Jahrhundert begann eine Phase der Industrialisierung und Lima wurde 1854 der Ort der ersten Eisenbahnlinie Südamerikas. Die zunehmende Landflucht, Bevölkerungsexplosion, mangelnde Infrastruktur und Naturkatastrophen führten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem verstärkten Zustrom von Menschen in die Hauptstadt. Der Terror der Guerillaorganisation „Leuchtender Pfad“ in den 1980er-Jahren verschärfte die Situation weiter.

Im modernen Stadtbild Limas spiegelt sich die rasche und wenig geplante städtische Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte wider. Die Stadt kämpft mit einer Vielzahl von Umweltproblemen, darunter starkem Straßenverkehr, hoher Luftverschmutzung, ungeklärten Abwässern und Müllbergen. Während die wohlhabende Oberschicht in abgeschotteten Villenvierteln wie La Molina lebt, kämpfen Millionen von Menschen in der Stadt tagtäglich ums Überleben. Der informelle Sektor wächst kontinuierlich und an vielen Straßenecken findet man Menschen, die Kaugummi, Zeitungen, Uhren oder Obst verkaufen. Schuhputzer und Taxifahrer gehören ebenfalls zu den zahlreichen Personen in dieser informellen Wirtschaft. Für sie, sowie für Hunderttausende von venezolanischen Migranten, ist die Schattenwirtschaft oft die einzige Möglichkeit, Geld zu verdienen.

Groß, chaotisch und dennoch liebenswert – Lima zur „blauen Stunde“

Orientierung

Lima ist riesig, dennoch gibt es einige feste Größen, die bei der Orientierung helfen. Dazu zählt beispielsweise die Küstenpromenade, die sich kilometerlang oberhalb des Pazifiks über mehrere Stadtteile erstreckt. Sie nennt sich „Costa Verde“ und bietet eine Vielzahl wunderschöner Aussichten, Restaurants, Cafés und Parks, die zum Entspannen einladen. Für Touristen relevante Stadtviertel sind zum einen das historische Zentrum Cercado de Lima mit wichtigen Sehenswürdigkeiten wie dem Hauptplatz Plaza Mayor, dem Präsidentenpalast, der Kathedrale von Lima sowie dem Kloster San Francisco. Gut sichtbar erhebt sich hinter der Plaza Mayor auf der anderen Seite des Río Rímac der rund 400 Meter hohe Cerro San Cristóbal mit seinem markanten Kreuz.

Zwei der beliebtesten Stadtviertel, die beide ans Meer grenzen, sind Miraflores und Barranco: Miraflores bietet moderne Geschäfte, Einkaufszentren, Restaurants, Parks und einen spektakulären Blick auf den Pazifik. Das Szeneviertel Barranco mit seinen kolonialen Gebäuden ist für die historische Architektur, Kunstgalerien und Nachtleben bekannt. Weiter südlich begrenzt der 273 Meter hohe Morro de Solar die Stadt. Vor allem bei Nacht ist die beleuchtete 37 Meter hohe Christusstatue weithin sichtbar.

Weit schweift der Blick über den Pazifik und die Lima vorgelagerten Inseln

Was du in Lima machen kannst

Lima hat eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten zu bieten, die ihresgleichen suchen. Alleine für die zahlreichen hochkarätigen Museen und Kunstgalerien bräuchte man bereits mehrere Tage. Ein Besuch des historischen Zentrums, einem Unesco-Weltkulturerbe, darf ebenso wenig fehlen wie ein Abstecher in den Wasserfontänenpark Circuito Mágico de Agua oder zur präkolumbischen Lehmziegelpyramide Huaca Pucllana. Lima hat sich außerdem in den letzten Jahren zu einer der kulinarischen Hauptstädte der Welt entwickelt. Die Stadt ist bekannt für ihre ausgezeichnete Küche und zahlreiche erstklassigen Restaurants. Eine Gastronomie-Tour, bei der man lokale Spezialitäten probiert, gehört daher zum Besuchsprogramm dazu. Das Ganze rundest du mit einem der spektakulären Sonnenuntergänge an der Costa Verde mit Blick über den Pazifik ab.

Sehenswürdigkeiten in Lima

Langweilig wird dir in Lima nicht werden, denn eine tolle Mischung aus kolonialer Architektur und modernem Großstadtleben sorgt für viel Abwechslung. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Hier findest du eine ausführliche Vorstellung der besten Sehenswürdigkeiten in Lima.

Altstadt

Der koloniale Teil Limas hat sich in den letzten Jahren echt gemausert. Es macht Spaß, sich in den Straßen um die Plaza Mayor mit Regierungspalast und Kathedrale umzuschauen. Es geht sehr abwechslungsreich zu, nette Parks wechseln mit Kirchen und Kolonialbauten ab, viele mit einem Holzbalkon verziert, der auch schon mal um die Ecke reicht. Ein Abstecher zum Chinesenviertel und dem Zentralmarkt sollte nicht fehlen.

Durch die Altstadt von Lima zu flanieren macht richtig Spaß

Museen

Wenn es an etwas nicht mangelt in Lima, dann sind es Museen. Und sie sind richtig gut. Nicht entgehen lassen sollte man sich das Goldmuseum Museo Oro del Peru, das Kulturmuseum Museo de la Nación und das präkolumbische Museo Rafael Larco Herrera.

Die Qual der Wahl: Limas Museen

Barranco

Für viele es das schönste Viertel der Stadt, in jedem Fall ist es das mit dem meisten Flair: Kunstgalerien, schmucke Kolonialhäuser, sympathische Läden und ein abwechslungsreiches Nachtleben gefallen nicht nur den Einheimischen, die hier gerne an Wochenenden rund um die Seufzerbrücke flanieren.

Total angesagt: das hippe Szeneviertel Barranco

Cerro San Cristóbal

Vom rund 400 Meter hohen Hügel gegenüber der Altstadt hat man einen tollen Blick über Lima. Da die geplante Seilbahn noch nicht gebaut wurde, sollte man das Taxi nehmen. Die sind günstig in Lima.

Cerro San Cristóbal: Genialer Blick über Lima

Huaca Pucllana

Bereits in präkolumbischen Zeiten bauten die Lima, eine Ethnie, die der Stadt ihren Namen zu verdanken hat, gewaltige Zeremonial-Pyramiden aus Lehmziegeln – Huacas genannt. Überreste lassen sich an vielen Stellen der Stadt bewundern. Am schönsten ist die Huaca Pucllana im Stadtteil Miraflores.

Auf den Spuren alter Kulturen

Touren, Ausflüge und Aktivitäten

Circuito Mágico del Agua

Die spektakuläre Wassershow Mágico del Agua, angeblich der weltgrößte Wasserfontänenpark, entfaltet ihre volle Wirkung im Dunkeln. Ein Mix aus Wasserfontänen, Lichteffekten und klassischer Musik zieht die Besucher in ihren Bann. Ein Muss besonders für Familien.

Feine Wassertröpfchen legen sich auf die Kamera im Wasserfontänenpark Circuito Mágico del Agua

Sport am Strand und an der Steilküste

Die Costa Verde lässt sich prima mit dem Fahrrad auf markierten Radwegen erkunden. Wer mehr Action braucht, findet hier auch einen Skatepark und Tennisplätze vor. Ganz Mutige starten in der Nähe des Leuchtturms in Miraflores zu einem Tandemgleitflug entlang der Costa Verde. Wer Wasser mag, kann auf den Wellen des Pazifiks reiten. Es gibt zahlreiche Stellen, an denen Shops Surfbretter verleihen und Kurse anbieten.

Ganz in der Nähe des Leuchtturms von Miraflores können Besucher zu Tandemflügen starten

Bootsausflug zu den Robben

Das hektische Lima kann man auf diesem Ausflug komplett hinter sich lassen. Von der Landzunge La Punta im Stadtviertel Callao starten vor allem an Wochenenden Bootstouren zu einer vorgelagerten Inselgruppe mit den Eilanden Islas Palomino und El Frontón, eine ehemalige Gefängnisinsel, sowie zu den Islas Cabinazas, dem Riff El Camotal und San Lorenzo, der größten Insel des Landes. Zu sehen bekommt man Seelöwen und Seevögel, wie etwa Guanotölpel, Pelikane und Kormorane. Mutige Teilnehmer können mit Rettungswesten ausgestattet in den Pazifik springen und den neugierigen Robben ganz nahekommen. Die besten, weil wärmsten Monate für diesen Trip sind Januar bis April.

Nur wenige Kilometer von Lima entfernt, tummeln sich Hunderte Robben auf der Insel Palomino

Essen & Trinken in Lima

Lima hat sich zu einer kulinarischen Hochburg entwickelt und gilt als eine der führenden Gourmethochburgen in Lateinamerika. Die Stadt ist ein Paradies für Feinschmecker und bietet eine breite Palette von Geschmackserlebnissen für jeden Gaumen. Die peruanische Küche zeichnet sich dabei durch die Verschmelzung von indigenen, spanischen, afrikanischen und asiatischen Einflüssen aus, was zu einer einzigartigen Geschmackspalette führt. In Lima gibt es eine breite Auswahl an Restaurants, die traditionelle peruanische Gerichte sowie internationale Küche anbieten. Von preiswerten Straßenständen und lokalen Märkten bis hin zu gehobenen Restaurants mit renommierten Köchen gibt es für jeden Geschmack und jedes Budget etwas Passendes.

Auch Vegetarier und Veganer finden in Lima eine sehr gute Auswahl an Restaurants in verschiedenen Preisklassen. Besonders günstig isst man zur Mittagszeit, wenn viele Restaurants ein Menü für wenig Geld anbieten. Zudem gibt es eine große Auswahl an Cafés, die nicht nur exzellenten Kaffee, sondern auch jede Menge süßer Naschereien im Angebot haben. Wer tiefer in die Ursprünge der peruanischen Küche eintauchen möchte, sollte einen der zahlreich angebotenen Kochkurse buchen.

Peruanischer Klassiker: Ceviche – roher, marinierter Fisch

Nachtleben in Lima

Die meisten Bars und Discos finden sich in den Stadtvierteln Miraflores und Barranco. Aber auch in anderen Stadtteilen lassen sich tolle Kneipen entdecken, wie zum Beispiel die bei Einheimischen beliebte Antigua Taberna Queirolo in Pueblo Libre. Auch das Angebot an Peñas, das sind die traditionellen Folkloremusikkneipen meist mit angeschlossenem Restaurant, kann sich sehen lassen. Zu empfehlen ist beispielsweise das De Rompe y Raja in Barranco. Folkloreabende und gelegentliche Tanzshows zum Mittagessen veranstaltet außerdem der Kulturverein Las Brisas del Titicaca.

Shopping/Einkaufstipps

Lima ist ein Einkaufsparadies, egal ob es sich um Kleidung, Alpaka-Produkte oder Kunsthandwerk handelt. Gut sortiert, aber teuer shoppt es sich im spektakulär oberhalb des Pazifik gelegenen Einkaufszentrums Larcomar in Miraflores. Hier triffst du zudem auf eine gute Auswahl an Restaurants, Bars und Cafés sowie ein großes Kino. Eine gute Auswahl an kunsthandwerklichen Produkten findest du im Centro Artesanal Casona Santo Domingo in der Altstadt von Lima. Im Viertel Barranco macht es Spaß, im ungewöhnlichen Design- und Geschenkeladen Dédalo zu stöbern.

Ziemlich hektisch und wuselig geht es dagegen im Textilmarkt Gamarra im Stadtviertel La Victoria zu. Rund 20.000 Stände und Läden bieten ein Einkaufserlebnis der etwas anderen Art. Dort sollte man allerdings gut auf seine Sachen aufpassen.

Das beliebte Einkaufszentrum Larcomar im Stadtteil Miraflores

Lima mit Kind

Auch mit Kindern lässt sich eine Menge in Lima unternehmen. Sie können beispielsweise auf den zahlreichen Spielplätzen der Parks der Costa Verde toben. Viel Spaß bereitet den Kleinen auch ein Ausflug in den Zoo Parque de las Leyendas im Stadtviertel San Miguel. Vor allem in der wärmeren Jahreszeit sollte ein Besuch der Springbrunnen und Wasserfontänen des Circuito Mágico de Agua nicht fehlen. Zu empfehlen ist darüber hinaus noch der Freizeit-­ und Vergnügungspark La Granja Villa Sur im Süden der Stadt.

Der Zoo Parque de las Leyendas kommt besonders bei Kindern gut an

Tipps für deinen Aufenthalt in Lima

Einen Besuch in Lima sollte man möglichst schon weit im Voraus planen. Mit den folgenden Tipps kannst du dich gut auf deinen Besuch in der Stadt vorbereiten.

Hotels und Unterkünfte

In Lima sind aufgrund des großen Hotelangebots in der Regel immer freie Zimmer verfügbar. Wenn man jedoch eine bestimmte Unterkunft buchen möchte, ist es ratsam, dies rechtzeitig im Voraus zu tun. Dies gilt insbesondere für die erste Nacht und wenn man spät nachts ankommt. Viele Unterkünfte bieten auch einen Abholservice vom Flughafen an, der in der Regel kostenpflichtig ist. Die Monate mit einem hohen Touristenaufkommen sind Juli und August. Zu dieser Zeit kann es schwieriger sein, Unterkünfte zu finden, vor allem in den beliebten Stadtvierteln Miraflores, Barranco und San Isidro. Es kann auch um peruanische Feiertage herum sowie zu Weihnachten, während der Osterwoche und rund um den Nationalfeiertag am 28. Juli etwas voller werden.

Hier ist eine Übersicht unserer Hotelempfehlungen in Lima:

Lima: Wo übernachten?

Lima hat ein großes Übernachtungsangebot in allen Preisklassen. Es reicht von günstigen Backpackerhotels mit Schlafsälen bis hin zu teuren Luxushotels. Besonders beliebt bei Reisenden sind die Stadtteile Miraflores, Barranco und San Isidro. Um Unterkünfte in Lima zu finden, ist die Hotelsuchmaschine Booking.com hilfreich. Die vielfältigen Unterkünfte der Metropole kannst du dir dort einfach und schnell nach Stadtteilen sortiert anzeigen lassen.

Hier informieren wir ausführlich zu Übernachtungsmöglichkeiten in Lima sowie zu Hotels und Unterkünften in Peru.

Öffentliche Verkehrsmittel

Lima wirkt auf den ersten Blick ziemlich chaotisch. Da es noch keine U-Bahn gibt, ist vor allem morgens und abends viel los auf den Straßen. Entsprechend viel Zeit sollte man für den Transport einplanen. Wer wenig Zeit oder Lust auf öffentlichen Nahverkehr hat, kann sich mit den zahlreichen Taxis preisgünstig von A nach B bewegen.

Hier ist eine Kurzübersicht der wichtigsten Verkehrsmittel in Lima:

Busse und Minibusse

Busse sind das Hauptverkehrsmittel in Lima und decken ein umfangreiches Streckennetz ab. Es gibt sowohl städtische Busse als auch regionale Busse, die verschiedene Stadtteile und Vororte von Lima verbinden. Die Busse sind in der Regel preiswert, aber das Netzwerk kann für Ausländer und Touristen manchmal verwirrend sein. Es gibt keine festen Fahrpläne und die Busse sind häufig überfüllt, insbesondere zu Stoßzeiten. Neben den regulären Bussen gibt es auch Minibusse, die als „Kombis“ bekannt sind. Sie haben normalerweise festgelegte Routen, aber auch sie können eng und überfüllt sein.

Metropolitano

Der Metropolitano ist ein schnelles Bus-Transitsystem, das bestimmte Hauptverkehrsstraßen in Lima bedient. Es gibt spezielle Busse und eigene Fahrspuren für den Metropolitano. Dieses System ist schneller und komfortabler als normale Busse, aber die Abdeckung ist begrenzt und es gibt nicht so viele Haltestellen.

S-Bahn (Tren Eléctrico)

Die 2012 eingeweihte S-Bahn (Tren Eléctrico) ist für Reisende von eher geringer Bedeutung, da sie östlich der Touristenzonen Miraflores, San Isidro und Barranco verläuft. Die S-­Bahn­linie „Metro de Lima L1“ verbindet die Stadtbezirke San Juan de Lurigancho im Norden mit Villa El Salvador im Süden. Dazwischen liegt die Station Lima Altstadt.

Taxi und Uber

Taxis in Lima und in ganz Peru besitzen keinen Gebührenzähler. Der Preis ist daher immer Verhandlungssache und sollte vor der Fahrt ausgehandelt werden. Die meisten Taxis sind mehr oder weniger legale Ein­-Mann-­Betriebe, aber es gibt auch Ruftaxis, die zu einem offiziell registrierten Unternehmen gehören. Wer eine längere Strecke mit Gepäck fährt, zum Beispiel zum Flughafen, sollte auf Ruftaxis oder vom Hotel empfohlene Taxis zurückgreifen. Wer nach Lima anreist, sollte idealerweise den Transfer zum Hotel vorab mitbuchen.

Darüber hinaus verkehren seit Jahren auch Fahrzeuge der in aller Welt genutzten Uber-App in den meisten Städten Perus, darunter natürlich auch in Lima. Eine Fahrt mit Uber kann zuverlässig und sicher über das Mobiltelefon bestellt werden, den exakten Preis siehst du bereits vorab auf den Cent genau, sodass es unterwegs zu keinen Überraschungen kommen kann. In aller Regel sind Fahrten mit Uber erheblich günstiger als Taxifahrten.

Der Schnellbus Metropolitano verkehrt auf einer eigenen Fahrspur

Wie teuer ist Lima?

Lima ist definitiv teurer als der Rest des Landes, aber im Vergleich zu anderen Hauptstädten in Südamerika immer noch relativ günstig. Wer nobel übernachtet und speist, muss mit Preisen auf europäischem Niveau rechnen. Wer sich aber auf Märkten ernährt, in Schlafsälen übernachtet und öffentliche Verkehrsmittel nutzt, kann auch in Lima sehr günstig leben.

Klima, Wetter, beste Reisezeit

Lima liegt an der Pazifikküste und hat ein mildes Wüstenklima. Die wichtigsten Merkmale sind geringe Niederschläge, Nebel und Dunst, kühle Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit. Ein charakteristisches Wetterphänomen in Lima ist der küstennahe Nebel, „Garúa“ genannt. Er entsteht durch den kalten Humboldtstrom, der entlang der Küste fließt. Dieser führt zu einer hohen Luftfeuchtigkeit und einer häufigen Wolkendecke über der Stadt, vor allem in den Monaten Mai bis November. Je weiter man sich von der Küste entfernt, desto eher zeigt sich die Sonne. Am wärmsten ist es in Lima von Januar bis März, in den übrigen Monaten wird es deutlich kühler.

Dennoch kann Lima problemlos das ganze Jahr über bereist werden. Zu den Vorteilen für Reisende zählen die seltenen und geringen Niederschläge. Vor allem die Sommermonate Januar bis März sind sehr angenehm, da es dann kaum Nebel gibt und die Temperaturen angenehme Bereiche erklimmen, wenngleich es gelegentlich zu dieser Zeit auch recht schwül werden kann.

Wer die Feste der Einheimischen erleben möchte, kann einen Besuch der Stadt um den Nationalfeiertag am 28. Juli herum sowie an den anderen peruanischen Feiertagen, an Weihnachten und in der Osterwoche in Erwägung ziehen.

Hier findest du eine ausführliche Übersicht über Klima, Wetter und beste Reisezeit in Peru.

In den peruanischen Sommermonaten kann man tolle Sonnenuntergänge am Pazifik beobachten

Events, Feste und Feiertage

Herausragende Festivitäten sind unter anderem der 18. Januar, der Tag der Stadtgründung, sowie der Nationalfeiertag Fiestas Patrias am 28. Juli mit einer großen Militärparade auf der Plaza Mayor. Ebenfalls hoch her geht es bei der Prozession zu Ehren der Schutzpatronin Limas, der heiligen Santa Rosa de Lima, am 30. August sowie bei der Prozession zu Ehren des Señor de los Milagros, des Herrn der Wunder, am 18. Oktober.

Über die Hauptstadt hinaus findest du hier alles Wissenswerte zu den beliebtesten Feiertagen und Festivals in Peru.

Die Prozession zu Ehren des Señor de los Milagros zieht jährlich Hunderttausende an

Nachhaltig reisen in Lima

Im Tourismushotspot Lima fällt leider besonders viel Plastikmüll an. Ein Großteil davon lässt sich leicht vermeiden, zum Beispiel indem man eine eigene Wasserflasche mitbringt und sich diese vor Ort gegen eine kleine Gebühr, manchmal auch gratis, mit Trinkwasser auffüllen lässt. Diesen Service bieten inzwischen viele Restaurants und Hotels an.

Wer regionale Bioprodukte sucht, findet in Lima eine Vielzahl von Märkten, den sogenannten „Bioferias“, die Obst und Gemüse aus der Umgebung Limas anbieten. Gut sortiert ist beispielsweise der Bioladen Punto Orgánico in der Avenida La Mar 718 in Miraflores. Dort bekommt man auch Brot aus einer deutschen Bäckerei. Filialen in den Stadtteilen Surco, San Isidro und Barranco betreibt der Bioladen Vacas Felices („Glückliche Kühe“).

Immer öfter bieten die Bauern der Umgebung Bioprodukte auf Märkten an

Daten und Fakten

Wie ist die Zeitumstellung in Lima?

In Lima gilt dieselbe Uhrzeit wie im restlichen Peru, also sechs Stunden hinter Deutschland, der Schweiz und Österreich. Während der europäischen Sommerzeit sind es sieben Stunden. In Peru wird die Uhr im Sommer nicht umgestellt.

Welche Sprache wird in Lima gesprochen?

Die offizielle Landessprache in Peru ist Spanisch, das gilt auch für Lima. Die wichtigsten Sprachen der indigenen Bevölkerung, Quechua und Aymara, werden in Lima dagegen meist nur noch in einigen ärmeren Stadtvierteln gesprochen.

Wie viele Einwohner hat Lima?

Rund zehn Millionen Menschen leben in Perus Hauptstadt Lima.

Auf welcher Höhe liegt Lima?

Lima liegt auf Höhe des Meeresspiegels.

Was bedeutet der Name Lima?

Während der Zeit der spanischen Eroberung und Kolonialisierung war die Stadt unter dem Namen „Ciudad de los Reyes“ (Stadt der Könige) bekannt, aber im Laufe der Zeit änderte sich der Name zu Lima. Ob dieser Name von der einst dort lebenden präinkaischen Volksgruppe der Lima abstammt oder möglicherweise von „Rímac“ abgeleitet ist, was in der Quechua-Sprache „gesprochener Fluss“ oder „Platz, an dem man spricht“ bedeutet, ist umstritten.

Touristeninformation

Die Büros der staatlichen Infostelle IPERU befinden sich am Flughafen und in der Stadt an der Avenida Jorge Basadre 610 im Stadtteil San Isidro. Die Öffnungszeiten sowie die genaue Lage findest Du hier.

Reiseführer für Lima

In der siebten Auflage meines Stefan Loose Travel Handbuchs Peru/Westbolivien findest du ein ausführliches Kapitel zu Lima und allen wichtigen Sehenswürdigkeiten der Umgebung. Hier kannst Du das Buch bestellen.

Lima: Anreise und Weiterreise

Von der peruanischen Hauptstadt kommt man mit dem Bus und dem Flugzeug in alle Landesteile. Nur noch selten fährt der Touristenzug von Lima in die Bergwelt der Anden nach Huancayo.

Mit dem Flugzeug

Der Aeropuerto Internacional Jorge Chávez (LIM) liegt an der Avenida Faucett, rund 15 Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums im Distrikt Callao. Hier starten und landen alle nationalen beziehungsweise internationalen Flüge. Im Abflugbereich befinden sich Wechselstuben, Geldautomaten, Post, Restaurants und Souvenirläden. Die An- und Abfahrt zum Flughafen erfolgt am einfachsten mit dem Taxi oder Uber. Günstiger und ebenfalls sicher geht es mit dem etwas langsameren Airport Express Lima, einem klimatisierten Shuttlebus, der den Flughafen mit der Innenstadt verbindet.

Mit dem Bus

In Lima gibt es außer dem Busbahnhof Terminal Norte im Norden der Stadt, der für Touristen nur wenig Bedeutung hat, keinen zentralen Busbahnhof. Alle Busgesellschaften besitzen eigene Terminals. Wer die Gelegenheit hat, sollte sich seine Fahrkarte mindestens einen Tag vor dem gewünschten Fahrttermin besorgen. Dies gilt ganz besonders für die Weihnachtszeit, Neujahr, die Osterwoche und die Tage um die Fiestas Patrias, also die Unabhängigkeitsfeier am 28. Juli. Dann bei diesen Anlässen sind die Busse oft schon tagelang vorher restlos ausgebucht. In den jeweiligen Busterminals sollte man gut auf sein Gepäck aufpassen. Bei den großen und besseren Busunternehmen geben die Passagiere ihr Gepäck vor der Abfahrt ab und erhalten einen Beleg.

Mit dem Zug

Nur noch selten fährt der Zug die spektakuläre und zweithöchste Eisenbahnstrecke der Welt von Lima nach Huancayo in den Anden. Abfahrtsort für die rund zwölf­stündige Zugfahrt ist die Estación de Desamparados in der Jirón Áncash im Zentrum von Lima. Veranstaltet werden die Zugfahrten von Ferrocarril Central Andino.

Die seltene Gelegenheit, mit dem Zug von Lima nach Huancayo zu fahren, sollte man sich nicht entgehen lassen

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