Salvador: Campo Grande, Vitória und das Strandviertel Barra

Auch außerhalb der Altstadt gibt es in Salvador viel Interessantes zu entdecken. So kannst du auf einem Spaziergang vom zentralen Platz Campo Grande durch das Villenviertel Vitória hinunter bis ins lebendige Strandviertel Barra laufen, wo viele Restaurants, Bars und der berühmteste Leuchtturm Brasiliens warten.

Das historische Zentrum Pelourinho ist längst nicht alles in Salvador, trau dich auch in anderen Gegenden der Stadt. Zum Beispiel nach Barra, dem zweiten großen Touristenmagneten in Salvador, wo es sowohl einen schönen Atlantikstrand als auch ruhige Buchtstrände gibt, an denen du die fantastischsten Sonnenuntergänge erleben kannst. Wer mag, kann einen netten Spaziergang unternehmen: Vom Campo Grande aus durchquerst du zuerst das noble Viertel Vitória, bevor es eine steile Straße runter nach Barra geht.

Unterkunftstipp für deinen Aufenthalt in Salvador:
Das beliebte Hotel Casa do Amarelindo hat komfortable und geschmackvoll eingerichtete Zimmer in einem renovierten Altbau mitten im historischen Zentrum des Pelourinho. Die größten Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie die Goldene Kirche oder die Kathedrale, liegen quasi vor der Haustür. Ein kleiner Pool, ein gutes Restaurant und eine schöne Dachterrasse mit Bar und herrlicher Aussicht auf die Allerheiligenbucht stehen den Hotelgästen ebenfalls zur Verfügung. Hier findest du das Hotel bei Booking.com. Weitere Hoteltipps in verschiedenen Preisklassen sowie Empfehlungen für Touren und alles Wissenswerte zur Anreise findest du weiter unten im Artikel.

Campo Grande und Vitória

Mit dem Campo Grande (Praça 2 de Julho) beginnen die südlichen Stadtteile Salvadors, es sind die bevorzugten Wohngebiete der oberen Mittelschicht. Der Campo Grande selbst ist ein hübscher großer Platz mit südeuropäischem Flair und einigen mächtigen Baumriesen, der besonders während des Karnevals eine zentrale Rolle einnimmt. An seiner Stirnseite liegt das Teatro Castro Alves, wichtigstes Theater und Veranstaltungsort für Großkonzerte.

Kurz danach kommst du schon nach Vitória. Dort stehen zahlreiche alte Villen und moderne Apartmenthäuser, die auf der einen Straßenseite mit beneidenswerten Aussichten auf die Allerheiligenbucht gesegnet sind.

Schattige Allee: der Corredor da Vitória

Die lange Avenida Sete de Setembro führt vom Campo Grande durch Vitória bis hinunter nach Barra, im Volksmund heißt sie Corredor da Vitória und später Ladeira da Barra. Wem nach einer kleinen Wanderung zumute ist, der kann die gesamte Avenida Sete de Setembro nach Barra herabspazieren und dabei einige schöne Aussichten genießen.

Die Hochhäuser von Vitória bilden die Skyline Salvadors vom Wasser aus betrachtet

Museu Carlos Costa Pinto

An ihr liegen einige interessante Museen, unter anderem das Museu Carlos Costa Pinto (Nr. 2490) in einer Kolonialvilla mit schönem Garten. Die Privatsammlung eines Mäzens war Ausgangspunkt des Museums.

Zu sehen sind überwiegend dekorative Ausstellungsstücke aus der Kolonialzeit (Silberbestecke, Porzellan, Kristallwaren, Möbel) sowie Gemälde von bahianischen Künstlern.

Ein großer Pluspunkt für auswärtige Besucher: Infotafeln geben hier auch auf Englisch Auskunft über die Expositionsgegenstände – in Brasilien eher selten der Fall. Wer sich etwas ausruhen möchte, kann sich im Hof in ein hübsches Café setzen.
Mo, Mi–Fr 14.30–18.30, Sa 14.30–17.30 Uhr; Eintritt R$10

Palacete das Artes

Wenn du etwas danach links in die Rua da Graça einbiegst, kommst du nach kurzer Zeit zum sehenswerten Palacete das Artes, ein restaurierter Stadtpalast, in dem als Leihgabe des Pariser Rodin-Museums 62 Plastiken des französischen Bildhauers Auguste Rodin ausgestellt waren. Vier seiner Bronzeskulpturen wurden für R$3,3 Millionen dauerhaft erworben und können im Garten besichtigt werden. Das Haupthaus wie auch das moderne Nebengebäude werden nun für temporäre Ausstellungen genutzt. Ein Besuch lohnt sich aber schon wegen des Gebäudes selbst und des im Garten befindlichen Solar Café.
Di–Fr 13–19, Sa, So 14–18 Uhr; Café Di–So 11.30–21.30 Uhr

Largo da Vitória mit Aussichtspunkt

Die wohl schönste Aussicht dieses Spaziergangs bietet sich wenige Schritte weiter am Largo da Vitória.

Hinter einer kleinen Kirche (eine der ältesten Brasiliens) wurde im Zuge der Errichtung des 40-stöckigen Luxus-Wohnturms Mansão Wildberger ein Aussichtspunkt (Mirante) mit fantastischem Panoramablick geschaffen – besonders schön ist es hier kurz vorm  Sonnenuntergang.

Die kleine Kirche am Largo da Vitória
Weite Aussicht vom Mirante der Mansão Wildberger auf die Allerheiligenbucht, Jachthafen und die Igreja de Santo Antônio da Barra

Igreja de Santo Antônio da Barra

Weiter die Straße hinab stößt du kurz vor dem alten Hafen auf die kleine Igreja de Santo Antônio da Barra, einen einfachen Bau aus dem 17. Jahrhundert.

Von der üblicherweise für Besucher gesperrten Terrasse hinter der Kirche bietet sich ein spektakulärer 180-Grad-Blick auf die Bucht. Wenn du höflich anfragst, sollte eine kurze Visite möglich sein.

Barra

Von der Igreja de Santo Antônio da Barra sind es nur noch wenige Meter weiter abwärts, bis man schon mittendrin ist im stets lebendigen Strandviertel Barra.

Praia Porto da Barra

Unterhalb der Igreja de Santo Antônio da Barra liegt der hübsche Stadtstrand Praia Porto da Barra mit seiner charakteristischen Ufermauer. Man könnte ihn als den historischsten Strand Brasiliens bezeichnen, denn in diesem geschützten Naturhafen ging der erste portugiesische Generalgouverneur Tomé de Sousa 1549 mit seiner Flotte vor Anker, um kurz darauf die erste Hauptstadt Salvador in der Oberstadt zu gründen.

Blick auf den berühmten Stadtstrand von Porto da Barra

Heute sonnen sich hier zahlreiche Touristen und Einheimische auf dem immer schmaler werdenden Sandstreifen und applaudieren gegen 18 Uhr einem der schönsten Sonnenuntergänge der Stadt. Trotz der Stadtnähe ist das Wasser überraschend sauber und es kann sehr gut gebadet werden (keine Felsen).

Der hier verlaufende Straßenabschnitt ist übrigens seit der Fußball-WM verkehrsberuhigt und wird an Wochenenden für Autos ganz gesperrt (Busse halten dann in der Rua Praguer Fróes). Am Samstag und vor allem am Sonntag wird Porto da Barra zur Freiluftpartymeile.

Magische Stimmung zum Sonnenuntergang an der Praia Porto da Barra

Forte de São Diogo und Espaço Carybé das Artes

Eingeschlossen wird der Strand von Porto da Barra von zwei Festungen, die zum Schutz des alten Hafens errichtet wurden. Zu seiner rechten Seite ragt etwas unscheinbar auf einem Felsen das alte Forte de São Diogo empor, die erste von drei Befestigungsanlagen, mit denen die Bucht abgesichert wurde.

Hier gibt es ein kleines Museum mit Modellen der Forts der Stadt sowie das Kulturzentrum Espaço Carybé das Artes, in dem unter anderem Werke des gleichnamigen bekannten Künstlers zu sehen sind. Auch ein Open-Air-Café hat sich hier niedergelassen.
Forte de São Diogo Di 10–18, Mi–Mo 10–19 Uhr

Forte Santa Maria und Espaço Pierre Verger

Ein paar Hundert Meter weiter links erhebt sich sehr fotogen das schön restaurierte und abends stimmungsvoll illuminierte Forte Santa Maria aus dem 17. Jahrhundert.

Das Fort beherbergt den Espaço Pierre Verger, in dem Werke des bekannten französischen Fotografen in einer Dauerausstellung sowie weitere temporäre Expositionen zu sehen sind.
Forte Santa Maria Mi–Mo 11–19 Uhr
Der Eintritt zum Forte Santa Maria einschließlich der beiden Kulturzentren kostet einmalig R$20, Mittwoch gratis

Das Forte Santa Maria beherbergt eine sehenswerte Dauerausstellung mit Werken von Pierre Verger
Markante Erscheinung: das Forte Santa Maria am Porto da Barra

Die Strandpromenade von Barra

Auf der linken Seite des Forte Santa Maria liegt ein weiterer kleiner Strand, an dem man jedoch wegen Felsen nur an wenigen Stellen baden kann. Dafür ist es hier deutlich leerer und die Sicht ist ebenso schön wie an der Praia Porto da Barra.

Ein weiterer schöner Strand liegt zur Linken der Santa-Maria-Festung

Von einem Aussichtsdeck neben dem Fort siehst du in der Ferne auch schon den Farol da Barra, den ältesten Leuchtturm Südamerikas und das wohl markanteste Wahrzeichen Salvadors.

Um dort hinzukommen, folgst du einfach der  anlässlich der Fußball-WM 2014 restaurierten „Orla“, also der Küstenstraße, die von Barra bis nach Itapuã verläuft.

Einladendes Deck am Meer mit Blick auf den Leuchtturm von Barra

Der Leuchtturm Farol da Barra

Der Leuchtturm wurde im 19. Jahrhundert innerhalb des Forte Santo Antônio da Barra errichtet, einer der ältesten Befestigungsanlagen Brasiliens (1698). Das Fort kann ebenso besichtigt werden wie das kleine Museu Náutico da Bahia mit Informationen zur Geschichte Barras sowie einigen Schiffsmodellen. Auch ein Aufstieg auf den 22 Meter hohen Leuchtturm ist bis etwa 17 Uhr möglich.
Di, Mi, So 9–18, Do–Sa 9–21 Uhr, Eintritt R$15

Strandvolleyball am Strand vor dem Leuchtturm von Barra

Ansonsten reicht es aber auch, wenn man einmal um das Fort herumläuft und den weiten Blick auf die Buchteinfahrt und die gegenüberliegende Insel Itaparica genießt. Auf der Rückseite des Forts versammeln sich am frühen Abend gerne Sonnenuntergangsanbeter.

Der große Platz vor dem Leuchtturm wurde übrigens fast vollständig für den Autoverkehr gesperrt und wird nun vor allem an den Wochenenden von den Soterapolitanos mit Leben gefüllt.

Wichtigstes Wahrzeichen von Salvador: der Leuchtturm von Barra

Avenida Oceânica und Praia Farol da Barra

Weiter entlang auf der neuen fast verkehrsberuhigten Fußgängerzone an der Avenida Oceânica siehst du die Praia Farol da Barra. Im Gegensatz zu den anderen Stränden von Barra brandet hier das offene Meer mit ungebremster Kraft an.

Die Wellen erreichen oft beträchtliche Höhen und nicht selten sind Surfer unterwegs. Dies ist der längste und breiteste Strand von Barra, allerdings ist auch hier beim Baden auf Felsen unter der Wasseroberfläche zu achten.

Stadtstrand mit Flair: Praia Farol da Barra
Blick vom Christushügel auf die Praia Farol da Barra

Aussichtspunkt Morro do Cristo

Am Ende der Praia Farol da Barra gelangst du schließlich zum Morro do Cristo, einem kleinen Hügel mit einer – im Vergleich zu Rio – zwar etwas klein geratenen Christus-Statue aus italienischem Carrara-Marmor (Ende 19. Jahrhundert).

Auch Salvador hat seinen Christus

Dafür bietet sich an diesem Ort ein phänomenaler Panoramablick auf Strand, Leuchtturm und Allerheiligenbucht im Hintergrund.

Mit ziemlicher Sicherheit ist dies einer der schönsten Aussichtspunkte der Stadt, und das Beste daran: Er ist wenig besucht und komplett kostenlos.

Palmenhain mit Blick auf die Orla Richtung Ondina

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