Olinda: Tipps für deine Reise

Nördlich von Recife liegt nur sechs Kilometer entfernt eine der schönsten Kolonialstädte des Landes wunderbar idyllisch auf grünen Hügeln. In der charmanten Altstadt, die seit 1982 zum Unesco-Welterbe zählt, spaziert man zwischen bunten Kolonialhäusern, gut erhaltenen Kirchen, Kapellen sowie mehreren Museen umher. Dennoch ist Olinda nicht museal, sondern besitzt eine vibrierende Kunst- und Musikszene.

Den architektonischen Reichtum verdankt die heute 392.000 Einwohner zählende Stadt ihrer Rolle als erste Hauptstadt Pernambucos (1676–1827). In dieser Zeit siedelten sich Jesuiten-, Karmeliter-, Benediktiner- und Franziskanermönche hier an.

Reisetipps für Olinda

Wissenswertes vorab

Vom Stadtgründer Duarte de Coelho soll der Ausspruch stammen: „Ô, linda posição para uma vila!“ (Oh, schöne Lage für eine Stadt!), woraus sich angeblich der Name der „Schönen“ entwickelt hat.

Neben den tatsächlich prächtigen Ausblicken liegt der Charme von Olinda in seiner Mischung aus historischen Gebäuden, die teils noch mit maurischen Balkonen oder portugiesischen Fliesen verziert sind, zahlreichen Bars und Restaurants an steilen Altstadtgassen, sowie den mehr als 70 Ateliers und Kunstgeschäften.

Posieren fürs Urlaubsfoto in der charmanten Altstadt von Olinda

Auch die Musik hat einen prägenden Einfluss in Olinda. Der Straßenkarneval im Doppelpack mit Recife zählt zu den bekanntesten in Brasilien. Aber anders als in Rio ist hier kein Samba zu hören, stattdessen werden die regionalen Rhythmen Maracatu und Frevo intoniert.

Diese lebendige Tradition zeigt sich auch in den freitäglichen Musikumzügen durch die Altstadt, den sogenannten Serestas oder auch Serenatas. Wer mitlaufen möchte, kommt einfach ungefähr gegen 22 Uhr zum Treffpunkt an der Praça João Alfredo.

Zu den Markenzeichen von Olinda zählen die ausgelassenen Umzüge durch die Altstadt

Orientierung

Ein wichtiger Platz in Olinda ist der Alto da Sé, die Aussicht von dieser höchsten Stelle ist aber auch wirklich majestätisch.

Am Sonntag gehört es zum guten Ton, hier einen Tapioca zu essen. Traditionsgemäß sind diese typischen Maniok-Pfannkuchen in Pernambuco mit Kokosraspeln und weißem Käse gefüllt, aber inzwischen werden auch schon viele andere süße oder gar herzhafte Varianten mit Fleisch angeboten.

Außerdem finden sonntags auf dem Platz häufig schwungvolle Maracatu- oder Samba-Shows statt.

Der abendliche Besuch bei den Tapioca-Ständen am Alto da Sé gehört zum festen Besuchsprogramm in Olinda

Olindas Altstadt ist recht klein, sodass du dich mit einer guten Straßenkarte problemlos zurecht finden solltest. Ich rate immer dazu, sich in den Gassen auch einfach etwas treiben zu lassen. Dabei kannst du zum Beispiel in der Rua do Amparo oder in den ebenfalls hübschen Rua Bernardo Vieira de Melo oder Rua 13 de Maio diverse Ateliers und Cafés entdecken.

Sich einfach treiben lassen durch die Altstadtgassen von Olinda …

Was du in Olinda machen kannst

Schöne Aussichtspunkte in Olinda

In Olinda bieten sich auf Schritt und Tritt umwerfende Aussichten auf das türkis schimmernde Meer, im Urwald liegende Barockkirchen und die Skyline Recifes im Hintergrund.

Von Kirchenterrassen, aus Restaurants und Pousadas und eigentlich überall entlang des Alto da Sé kommt man aus dem Staunen über die vielen schönen Panoramaausblicke nicht heraus.

Am Alto da Sé steht ein renovierter Wasserturm, der über eine per Fahrstuhl erreichbare Aussichtsterrasse verfügt. Allerdings gibt es hier auch oft längere Warteschlangen und die Angestellten sind zum Teil etwas mürrisch. Deshalb ein Tipp: Man kann sich diese Auffahrt auch sparen und kostenlos eine ähnlich spektakuläre Aussicht gegenüber von der versteckten Panoramaterrasse des Mercado de Artesanato Silvia Pontual genießen. Besonders gerne gehe ich am späten Nachmittag hierher und schlemme zum Sonnenuntergang in der Barraca de Seu Joca einen Açaí oder einen leckeren „Guaraná do Amazonas“.
Aussichtsterrasse Wasserturm tgl. 8–20 Uhr, Eintritt R$8; Mercado de Artesanato Silvia Pontual tgl. 9–22 Uhr

An klaren Tagen bieten sich solche herrlichen Ausblicke nach Recife

Sehenswürdigkeiten in Olinda

Leider wurden fast alle Kirchen 1631 von den Holländern niedergebrannt, später hat man sie rekonstruiert. Auf einem interessanten Rundgang kannst du die meisten von ihnen besichtigen. Der erste Aufstieg ist etwas anstrengend, aber danach läuft man fast nur noch bergab.

Igreja Nossa Senhora da Misericórdia

Über die steile Ladeira da Misericórdia gelangst du zuerst zur Igreja Nossa Senhora da Misericórdia mit dem Krankenhaus Santa Casa (1540, ab 1654 restauriert). Sehr schöne Azulejos zieren hier den Eingangsbereich; Decke, Kanzel und Altar sind voluminös geschnitzt und farbenfroh im spätbarocken Stil bemalt. In der Sakristei verbirgt sich ein Taufbecken aus Marmor. Die Kirche kann jedoch nur zu den Gebetsstunden besucht werden.
Mo–Sa 6.20, 11.50, 17.30, So 7.30, 11.50, 17.30 Uhr

Igreja da Conceição

Ein paar Schritte weiter liegen in einer Sackgasse die Igreja da Conceição (17. Jahrhundert) mit dem Convento de Nossa Senhora da Conceição. Beide Gebäude sind für die Öffentlichkeit nur sehr begrenzt geöffnet, aber man kann einen Blick in den beschaulichen Garten werfen und von der hinteren Terrasse bietet sich ein herrlicher Ausblick.
Mo–Sa 14–16 Uhr

Casa dos Bonecos Gigantes e Mirins de Olinda

In der Casa dos Bonecos Gigantes e Mirins de Olinda sind Karnevalspuppen ausgestellt, die regionale Persönlichkeiten imitieren. Als Europäer wird man wenige der Figuren wiedererkennen (die Puppen mit den internationalen Berühmtheiten sind in Recife zu sehen). Nett sind dafür die gelegentlichen Frevo-Tanzeinlagen.
tgl. 9–17.30 Uhr, Eintritt R$10

Igreja da Sé

Wenn du der Straße weiter folgst, stößt du auf Olindas Hauptkirche, die Igreja da Sé (von 1537, 1656 restauriert), die seit 1677 Sitz des Erzbischofs von Recife und Olinda ist. Als erste Kirche Olindas zeigt sich die Kathedrale in schlichter, aber eindeutiger Renaissance-Bauweise. Der goldverzierte Seitenaltar und die portugiesischen Azulejos blieben die einzigen Verzierungen. Von der hinteren Terrasse bietet sich ein traumhafter Panoramablick über Olinda und Recife.
Di–So 8–12, 13–16 Uhr

Die Igreja da Sé ist seit 1677 Bischofssitz

Igreja Nossa Senhora das Graças

Nach der Hauptkirche geht es nun erst ein Stück bergab und dann einen kleinen Weg links hinauf zur Igreja Nossa Senhora das Graças (1550). Trotz der Brandschäden sind etliche architektonische Merkmale aus der Renaissance erhalten geblieben. Die Kirche besitzt Brasiliens älteste Seitenaltäre aus Stein (17. Jahrhundert), der Zugang erfolgt durch eine kleine Seitentür. Eine Besichtigung muss vorher vereinbart werden (Tel. 81/3429 0627), oder man kann mit Glück vor Ort um Zutritt bitten. Zuletzt war diese Kirche jedoch wegen Renovierung geschlossen.

Convento de São Francisco

Etwas weiter erreichst du dann eine der Hauptsehenswürdigkeiten von Olinda, das Convento de São Francisco (1585). Es handelt sich dabei um die älteste und bedeutendste Anlage des Franziskanerordens in Brasilien. Der hervorragend erhaltene Komplex beherbergt drei prachtvolle Kapellen, eine überwältigende Sakristei, einen romantischen Klosterhof und mehrere Konventräume. Hauptattraktion des Konvents ist die Igreja Nossa Senhora das Neves (1585) mit der Kapelle São Roque (1753), die das Seitenschiff bildet. Die facettierte Deckenbemalung, die portugiesischen Azulejos und die vergoldeten Stuckarbeiten bieten einen markanten Gegeneindruck zu anderen Kirchen aus dieser Zeit. Die Kapelle Capítulo (1577) und die Capela de Santa Anna (1754) gehen vom Klosterhof ab. Die angrenzende Terrasse ist noch ein Geheimtipp.
Mo–Fr 8–11.30, 14–16.30, Sa 8–11.30, 14–16 Uhr, Eintritt R$2

Grüne Oase im Zentrum von Olinda: der hübsche Platz vor dem Franziskanerkonvent

Igreja de Santo Antônio do Carmo

Wenn du weiter der Rua de São Francisco folgst, kommst du zur zentralen Praça do Carmo. Hier steht das Wahrzeichen der Stadt: die schön restaurierte Igreja de Santo Antônio do Carmo, die älteste Karmeliterkirche Brasiliens (1580, Eingang durch die Seitentür auf der linken Seite). Auch diese Kirche blieb von den Brandstiftungen nicht verschont, nur der Altar aus dem 16. Jahrhundert und das Renaissanceportal der Fassade verweisen noch auf ihre ursprüngliche Konzeption.
Di–Sa 9–13, 14–17, So 9–12.30 Uhr

Die zentrale Igreja Santo Antônio do Carmo gehört zu den bekanntesten Postkartenmotiven von Olinda

Basílica e Mosteiro de São Bento

Im Südteil der Altstadt liegt dann noch das sehenswerte Benediktinerkloster Basílica e Mosteiro de São Bento (1599 gebaut, 1761 neu errichtet). Die Kirche besitzt einen der beeindruckendsten Altäre Brasiliens (1783–86): Der 14 m hohe, geschnitzte und vergoldete Altar wurde 2001 acht Monate lang restauriert und in 52 Einzelteilen zu einer Ausstellung ins New Yorker Guggenheim Museum verschickt. Das Kloster samt Sakristei ist für die Öffentlichkeit geschlossen.
tgl. 6.30–12, 14–18.30 Uhr, So 10 Uhr Messe mit gregorianischen Gesängen

Ein schöner Spaziergang führt zur Benediktinerkirche, in der ein vergoldeter Altar bewundert werden kann

Touren, Ausflüge und Aktivitäten

Private Stadtführungen

Der seit vielen Jahren in Recife lebende Wolfgang Besche bietet private Stadtführungen in Olinda und Umgebung an. Mehr zu den privaten Stadtführungen findest du bei Recife Insider.

Essen & Trinken in Olinda

Gut essen? In Olinda kein Problem. Hier einige meiner inzwischen schon langjährigen Lieblingsrestaurants:

Trattoria Don Francesco, Rua Prudente de Morais 358. Der herzliche Besitzer Francesco serviert seit 2000 in Olinda Gerichte nach alten venezianischen Rezepten. Viele der Zutaten stammen aus einem eigenen Gemüse- und Kräutergarten. Lecker ist das Carpaccio venezianischer Art.
Di–Fr 11.30–15, 18.30–23, Sa 18.30–24, So 11.30–16 Uhr

Oficina do Sabor, Rua do Amparo 335. Dieses bereits mehrfach preisgekrönte Restaurant bietet moderne regionale Küche. Ein Trumpf ist die romantische Terrasse mit herrlichem Blick über das Lichtermeer Recifes. Spezialität des Hauses ist nach wie vor Jerimum recheado, ein mit Krabben in Mango-Creme gefüllter Kürbis (für 2 Personen). Hier solltest du am besten vorab einen Tisch reservieren unter Tel. 81/3429 3331.
Di–Do 12–16, 18–24, Fr, Sa 12–24, So 12–17 Uhr

Gut speisen auf einer tollen Aussichtsterrasse: möglich ist das im Oficina do Sabor

Olinda Art & Grill, Alto da Sé. Sehr gemütliches und bodenständiges Restaurant auf einer Terrasse mit super Aussicht. Auf den Tisch kommen regionale Gerichte, alles ist günstig und lecker. Untermalt wird das Ganze an manchen Wochentagen von entspannter MPB-Livemusik (Mi–Mo ab 19 Uhr, Couvert R$8).
Mo, Mi, Do, 11–23, Di 11–18, Fr, Sa 11–24, So 11–20 Uhr

Auch bei Olinda Art & Grill erwartet dich nach Eintritt durch das grüne Portal eine Terrasse mit fantastischer Aussicht

Estação 4 Cantos Galeria e Café, Rua Prudente de Morais 440. Das gemütliche Café einer Galerie (mit Innenhof) ist idealer Stopp zum Verschnaufen während der Stadtbesichtigung: Hier bekommst du einen Espresso, heiße Schokolade, Tapiocas, Kuchen oder auch Sandwiches. Sehr lecker finde ich den Bolo de Mainha (Schokokuchen nach „Mamas Art“). Samstags auch Livemusik ab 19.30 Uhr.
Di–Do, So 14–21, Fr, Sa 14–22 Uhr

Netter Stopp während des Sightseeings in der Altstadt von Olinda: das Café Estação 4 Cantos

Nachtleben in Olinda

Ein Ort mit so vielen (Lebens-)Künstlern verfügt fast zwangsläufig auch über eine lebendige Bar- und Nightlife-Szene. Vor allem niedliche Straßenkneipen, in denen man seinen Stuhl auf krummen Bordsteinen balanciert, sind in Olinda reichlich vorhanden.

Das Porão 40 in der Rua do Amparo 40 ist eine dieser typischen entspannten Bordsteinbars. Auf einem schmalen Gehweg sitzt man an halben Fässern und verfolgt, wer so alles an einem vorbeizieht. Serviert werden auch gute und günstige Snacks, zum Beispiel ein Omelette mit Pommes für unter R$20. Am Wochenenden legt ein DJ heiße Rhythmen auf.
Di–So ab 18 Uhr

Auf krummen Bordsteinen balancieren – das Bohème-Leben von Olinda

Die bekannteste Bar von Olinda ist wohl die Bodega de Véio in der Rua do Amparo 212, die sich einen Ruf als Treffpunkt der Künstlerszene erarbeitet hat. Am Donnerstag findet hier ab 19.30 Uhr eine lässige Straßenparty mit Livemusik (Forró) auf dem Gehsteig gegenüber statt (Samstag auf der Empore).
Mo–Sa 10–23 Uhr

Ein Klassiker in Olinda: die Bodega de Véio

Recht neu ist noch die Naylê Comedoria in der Rua do Amparo 71. Dieser einzigartige „Musik-Imbiss“ bietet von Donnerstag bis Samstag ab 21 Uhr meistens Livemusik auf einer kleinen Bühne (Couvert R$10–30). Auf der Karte stehen regionale Spezialitäten wie Carne de Sol mit Reis, Bohnen und Macaxeira. Bei Veranstaltungen wird es hier schnell eng und für einen freien Tisch musst du früh erscheinen.
So–Di 11.30–23, Do–Sa 11–0.30 Uhr

Volles Haus in der Naylê Comedoria

Falls du dich auch außerhalb der Altstadt mal etwas umsehen möchtest, findest du an der Praça do Fortim (fünf bis zehn Minuten zu Fuß) zwei nette und stets gut besuchte Freiluft-Bars: Im Caldinho do Dogão und Boteco do Sol wird täglich Livemusik ab 20 Uhr gespielt (Sonntag schon ab 17 Uhr).
Di–So ab 17 Uhr

Und oben auf dem Alto da Sé musst du natürlich irgendwann im Laufe deines Aufenthalts eine Caipirinha probieren. Josias mixt an seinem Stand Caipifrutas da Sé die wohl weit und breit beste Erdbeer-Caipi („Morango“).
tgl. 14–23 Uhr

Erfrischend nach einem heißen Tag: Erdbeer-Caipi bei Josias

Karneval in Olinda

Der Karneval von Olinda und Recife gilt als der traditionellste und am wenigsten kommerzialisierte unter den drei großen Karnevals Brasiliens (neben Rio und Salvador). Die Pernambucanos nennen ihn deshalb stolz „demokratischer Karneval“ – jeder darf mitmachen, ohne teuren Eintritt in ein Stadion (wie in Rio) oder den Kauf eines Abadá-T-Shirts (wie in Salvador).

Die Jecken, die Foliões, verkleiden sich gerne mit Freunden in Gruppen als Hexen, Mediziner oder Fantasiegestalten. Die feiernde Menge zieht durch die engen Altstadtgassen, begleitet von Blasorchestern, Rhythmusgruppen und riesigen Pappmaché-Puppen (Bonecos gigantes), wie man sie zum Beispiel auch aus Mainz kennt.

Musikalisch ist dieser Karneval komplett anders: Anstatt Samba (Rio) oder Axé (Salvador) werden hier ausschließlich Frevo und Maracatu gespielt.

Die Vorbereitungen beginnen schon im September mit Proben der Blocos, kurz vor Beginn werden dann die Straßen geschmückt. Schon ab Dezember ist eigentlich an jedem Wochenende ein kleiner Karneval in der Altstadt. Am Samstag vor dem offiziellen Beginn findet das Wettrennen Corrida dos Bonecos statt, und am Sonntag die Parade der Virgens do Bairro Novo, ein bunter Umzug, bei dem sich Männer in Frauenkleidern zeigen (jeweils am Vormittag).

Während des eigentlichen Karnevals wird zwischen Samstag und Dienstag tagsüber in Olinda gefeiert, am Abend verlagert sich das Geschehen eher nach Recife.

Die größte Bühne für Live-Konzerte in Olinda steht an der Praça do Carmo. Rundherum versorgen Stände die Feiernden mit Getränken und Imbissen.

Hotelzimmer sind in dieser Zeit teuer und lange im Voraus ausgebucht, aber Einheimische vermieten ihre Privatzimmer. Auf viel Ruhe und Schlaf solltest du allerdings nicht hoffen, wenn du dich im Karneval in der Altstadt einquartierst, denn die Blasorchester fangen ihr Treiben schon zu sehr unchristlichen Zeiten (das heißt sehr früh morgens) an …

Shopping/Einkaufstipps

Olinda besitzt mehrere schöne Markte für Souvenirs und lokales Kunsthandwerk, alle öffnen rund um die Kernöffnungszeiten (tgl. 9–18 Uhr):

Im Mercado Ribeira, Rua Bernardo Vieira de Melo, einem ehemaligen Sklavenmarkt, wird lokale Handwerkskunst verkauft: Decken, Hüte, Bilderrahmen usw. Auch eine Ausstellung der riesigen Karnevalspuppen (bis drei Meter hoch und 30 Kilogramm schwer) ist zu sehen, die ältesten Exemplare stammen noch aus den 1930er-Jahren. Falls du zu den „tollen Tagen“ in Olinda bist: Am Stand „Floresbela“ von Inajá Almeida gibt es bunte Karnevalsaccessoires und -masken.

Ausstattung für die tollen Tage gibt es im Mercado Ribeira

Artes do Imaginário Brasileiro, Rua Bispo Coutinho 814, ist ein Kunsthandwerksladen mit Eisdiele und tropischem Garten, Fischteich und partieller Panoramasicht.

Im Ecological Artesanato, Rua Bispo Coutinho, findest du viele Produkte aus Naturmaterialien.

Und der Mercado de Artesanato Silvia Pontual am Alto da Sé beherbergt eine kleine Galerie mit mehreren Läden, in denen zum Beispiel CDs mit regionaler Musik, Instrumente, Kleidung und Cangas verkauft werden. Außerdem gibt es auf der hinteren Terrasse eine Lanchonete mit einer der schönsten Panoramaaussichten der Stadt.

Kunst, so weit das Auge reicht, hier der Eingang zum Markt Artes do Imaginário Brasileiro

Tipps für deinen Aufenthalt in Olinda

Hotels und Unterkünfte

In der Altstadt gibt es ein gutes Dutzend kleinerer Pensionen, zu den besten von ihnen zählt:

Pousada dos Quatro Cantos

Die sehr schön in die Gemäuer zweier Kolonialgebäude integrierte Pousada dos Quatro Cantos besitzt antiquarische Möbel, einen hübschen Garten sowie einen Pool mit Holzdeck, das alles in bester zentraler Lage in der Altstadt. Die Zimmer sind sehr verschieden und in vier Kategorien aufgeteilt: Die Econômico-Zimmer sind ziemlich klein, aber okay. Deutlich besser sind die Zimmer Luxo Superior. Einige besitzen auch eine Veranda (hier bei Booking.com anschauen).

Weitere Pluspunkte: Das Personal ist hier immer ausgesprochen freundlich und spricht in der Regel gut Englisch, zudem wird morgens ein üppiges und köstliches regionales Frühstück serviert. Auch gibt es im Haus ein eigenes Restaurant.

Freundlich und familiär: Rezeption der Pousada dos Quatro Cantos

Öffentliche Verkehrsmittel

Bestimmt möchtest du während deines Aufenthalts auch Recife sehen. Die Stadt kannst du leicht auf Tages- oder Abendausflügen erkunden. Bis Recife Antigo kostet ein Uber nur R$17–20, mit dem Taxi sind es etwa R$35–40, und nach Boa Viagem zahlt man R$30–35 (Uber) beziehungsweise R$60–70 (Taxi).

Die lokalen Stadtbusse halten an der Praça do Carmo. Hier ein paar nützliche Verbindungen:

  • Nach Recife (Zentrum) fahren die Busse 1973 Casa Caiada (20 Minuten, R$3,20) oder 1983 Rio Doce/Princesa Isabel beziehungsweise 1992 Pau Amarelo (20–25 Minuten, R$4,40).
  • Um zur Rodoviária (TIP) in Recife zu kommen, nimmst du erst einen der Busse 1983/1992 bis Metro Recife Antigo und steigst dort in die Metro um.
  • Nach Boa Viagem fährt der Bus 910 Rio Doce/Piedade (40–75 Minuten, R$4,40), der allerdings oft stark überfüllt ist.
Die Buslinie 910 Rio Doce/Piedade fährt von der Praça do Carmo in Olinda nach Recife in den Stadtteil Boa Viagem

Geldautomaten/Geld abheben

Etwas lästig ist in Olinda das Geldabheben, denn es gibt in der Altstadt selbst keine Bankfilialen mit Geldautomaten. Um an Bargeld zu kommen, muss man sich zu einer Tankstelle in der Nähe des Mercado Eufrásio Barbosa begeben, wo ein Geldautomat von Banco 24 Horas steht (mit Gebühr).
Tankstelle tgl. 7–22.45 Uhr

Filialen von Banco do Brasil und Bradesco gibt es ansonsten nur außerhalb der Altstadt in der Avenida Getúlio Vargas im Stadtteil Bairro Novo (Anfahrt mit Uber/Taxi). Am besten ist es also, du bringst dir von vornherein ausreichend Bargeld mit.

Eine der wenigen Geldquellen in Olinda: Automaten von Banco 24 Horas in einer Tankstelle

Olinda: Anreise und Weiterreise

Mit dem Flugzeug

Die Anreise mit dem Flugzeug über Recife ist recht leicht. Vom dortigen Flughafen kostet ein Taxi ungefähr R$70 bis R$80, bei Uber musst du mit etwa R$40 rechnen.

Mit dem Bus

Von Süden nach Olinda

Wenn du von Süden kommst, beispielsweise aus Maceió, ist es am besten, wenn du bis zur Rodoviária von Recife fährst. Von da nimmst du ein Taxi oder Uber nach Olinda und zahlst dafür etwa R$40 (Uber) beziehungsweise R$80 (Taxi).

Von Norden nach Olinda

Falls du allerdings mit dem Bus von Norden kommst, zum Beispiel aus João Pessoa oder Natal, dann kannst du dir den zeitaufwendigen Umweg über Recife auch sparen und bereits im Vorort Abreu e Lima beim dortigen Busterminal aussteigen. Von da kostet ein Taxi circa R$45–50, mit Uber sind es ungefähr R$25.

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