João Pessoa: Tipps für deine Reise

João Pessoa ist eine der angenehmsten Überraschungen im Nordosten von Brasilien. Die Stadt besitzt eine mittlere Größe und ist touristisch noch ein Geheimtipp. Dabei zählen die urbanen Strände zum Besten, was Südamerika in dieser Rubrik zu bieten hat. Und unweit der Stadt verstecken sich weiter südlich sogar einige paradiesische und kaum bekannte Traumstrände, die man aufgrund ihrer strahlenden Schönheit eher in der Karibik verorten würde.

Von den Einheimischen liebevoll „Jampa“ genannt, pflegt João Pessoa neben den schönen Stränden in den Vororten Tambaú und Cabo Branco zudem den Ruf als „grünste Stadt Amerikas“. Etliche Grünanlagen und Parks können aufgesucht werden, darunter der Botanische Garten (Jardim Botânico), der die größte städtische Fläche Atlantischen Regenwalds in Brasilien beherbergt (515 Hektar), sowie der rings um einen See zu einem autofreien Stadtpark umgestaltete Parque Solón Lucena.

Nicht zuletzt bietet das 800.000 Einwohner zählende João Pessoa noch ein gut erhaltenes historisches Zentrum. Immerhin handelt es sich hier um die drittälteste Stadt Brasiliens, die schon 1585 gegründet wurde.

Panoramablick auf den Strand von Cabo Branco

Reisetipps für João Pessoa

Wissenswertes vorab

João Pessoa wird langsam bekannter, doch trotz zunehmenden Touristenzahlen hat sich die Stadt immer noch einen gemächlichen Rhythmus bewahrt. Hier geht es deutlich ruhiger und entspannter zu als bei den Nachbarn Recife und Natal. Wundere dich nicht, wenn du sogar auf den Hauptstraßen manchmal noch Pferdekarren entlangzuckeln siehst.

Orientierung

Wer „Jampa“ besucht, sollte unbedingt auch die Umgebung der Stadt in die Planung mit einbeziehen. Die 147 Kilometer lange Küste des Bundesstaats Paraíba ist geprägt von Kokospalmen und einsamen, teilweise schwer erreichbaren Stränden. Diese touristisch noch ziemlich unberührten Regionen lassen Paraíba fast wie einen unentdeckten Schatz wirken. Dabei können es die Strände vor dem smaragdgrünen Meer, besonders die des Litoral Sul, in puncto Attraktivität ohne Frage mit den besten des Nordostens aufnehmen.

Blick auf die Stadtstrände von Tambaú und Cabo Branco vor türkisgrünem Meer

Strände in João Pessoa

Tambaú und Cabo Branco

Die bei Touristen beliebtesten Strände sind Tambaú und Cabo Branco. Sie liegen in einer lang gezogenen Bucht und zeichnen sich durch ruhiges Wasser und viel Grün aus. Entlang der hübschen Strandpromenade liegen zahlreiche Bars und Imbisse, die Atmosphäre ist auch während der Hauptsaison entspannt und ein breiter Fahrradstreifen lädt zum Radeln ein.

Eine der besten Strandpromenaden Brasiliens ziert die Stadtteile Tambaú und Cabo Branco

Weil an der Promenade keine Hochhäuser mit mehr als drei Stockwerken gebaut werden dürfen, liegen die Strände auch nachmittags noch in der Sonne, was an Brasiliens Ostküste ein recht seltener Umstand ist. Das einzige Hochhaus in Tambaú ist das Residencial São Marcos bei Hausnummer 380. Es wurde kurz vor der Gesetzgebung fertig gestellt, die glücklichen Bewohner genießen heute den besten Buchtblick der Stadt.

Der Strand von Tambaú mit dem Residencial São Marcos

In diesen beiden Stadtteilen befindet sich der größte Teil der touristischen Infrastruktur von João Pessoa: Hotels, Restaurants, Bars, Reisebüros, Touranbieter, Banken und alles, was Gäste von außerhalb sonst noch brauchen.

Besitzen alles, was man braucht, selbst Joggingstrecken: die Stadtstrände von João Pessoa

Die Estação Cabo Branco und Ponta do Cabo Branco

Wer an moderner Architektur interessiert ist, findet auf den Klippen hinter dem Strand von Cabo Branco das 2008 von Oscar Niemeyer entworfene Kulturzentrum Estação Cabo Branco.

Dieser aus drei Gebäuden und einer Freilichtbühne bestehende Komplex trägt ganz die Handschrift seines Schöpfers. Das achtkantige, wie über einem See schwebende Hauptgebäude bietet Platz für Ausstellungen und Kongresse, und von der Panorama-Terrasse aus bietet sich ein toller Blick auf die Bucht.

Das Erbe von Oscar Niemeyer ist in der Estação Cabo Branco zu bewundern

Neben dem Eingang führt eine Straße hinauf zu den Klippen von Ponta do Cabo Branco, von wo aus die Praia do Seixas zu sehen ist, der östlichste Punkt Amerikas.

Hier steht auch der ungewöhnliche Leuchtturm von Cabo Branco. Von diesem Aussichtspunkt zeigt sich die Schönheit der geschwungenen Bucht am eindrücklichsten.

Der Leuchtturm von Cabo Branco

Manaíra, Bessa und Intermares

Nördlich von Tambaú schließt sich der schmale Strand von Manaíra an (ebenfalls mit vielen Hotels), etwas weiter folgen dann noch die eher bei Surfern, Kitesurfern und Einheimischen beliebten Strände Bessa und Intermares.

Wer sich in Manaíra einquartiert, ist übrigens recht schnell in Tambaú. Von hier können viele Wege zu Fuß zurückgelegt werden. Außerdem gibt es in diesem Stadtteil ein recht großes und stetig wachsendes gastronomisches Angebot.

Strandmauer und türkisgrünes Meer in Manaíra
An der Strandpromenade von Manaíra

Weiter entfernte Strände

Bei Ebbe ist es möglich, von Tambaú nach Süden bis zur Praia de Seixas am Strand entlang zu spazieren. Die gesamte Strecke sollte etwa eindreiviertel bis zwei Stunden dauern.

Noch weiter südlich folgen unter anderem die zum Stadtgebiet gehörenden, aber dennoch fast unberührten Strände Praia do Sol (starke Strömungen) sowie die idyllische, von Caju-Bäumen und Palmen beschattete Barra de Gramame, an der sich bei Ebbe Sandbänke und ruhige Schwimmbecken aus Mischwasser mit dem Rio Gramame bilden.

Gleich angrenzend, bei Ebbe in einer halben Stunde zu Fuß erreichbar, befindet sich die schöne Praia do Amor mit der Pedra Furada, einem in der Mitte ausgehöhlten Felsen. Der Legende nach finden Paare, die gemeinsam hindurchgehen, ewiges Glück. Geht man aber nebenher oder steigt gar darüber, sieht das Orakel leider eine Trennung vorher …

Das gefürchtete Liebesorakel an der Praia do Amor

Strände südlich von João Pessoa

Rote Klippen, weißer Sand, smaragdgrünes Meer und kräftige Wellen – die wunderschönen Strände des Litoral Sul von Paraíba sind in der Nebensaison oft menschenleer. Da die Region in ihrer touristischen Infrastruktur noch recht wenig entwickelt ist, stellt der Litoral Sul von Paraíba ein interessantes und preisgünstiges Reiseziel dar für alle, die unberührte Strände und unverfälschte Ortschaften mögen.

Unterwegs am Litoral Sul von João Pessoa

Der kleine Strandbadeort Jacumã mit kaum 5000 Einwohnern liegt 22 Kilometer südlich von João Pessoa und ist mit seinen perlweißen Stränden ideal für einen Tagesausflug.

Von hier aus kannst du einen wunderbaren etwa dreistündigen Strandspaziergang nach Tambaba unternehmen, zum ersten offiziellen Nacktbadestrand Brasiliens, der 1989 vier Jahre nach Ende der Militärdiktatur eröffnet wurde. Unterwegs lassen sich entlang des Weges in diversen Bars und Restaurants Ruhepausen einlegen.

Die erste Station Richtung Süden ist die noch recht lebendige Praia de Carapibus, hier gibt es auch die meisten Pousadas.

Wenig später erreichst du die in einer kleinen Bucht liegende Praia de Tabatinga und kurz darauf die Praia de Coqueirinho, einen der berühmtesten Strände Paraíbas. Am Wochenende wimmelt es auf dem schmalen Strandstreifen von Menschen.

Mit Glück kann man die Praia de Coqueirinho an einem Wochentag so antreffen

Einmal um die Landspitze herum, wird es jedoch schlagartig ruhiger, und es folgen einige schöne, einsame Strandabschnitte.

Nach kurzer Zeit erscheint bereits das großartige Strandrestaurant Canyon de Coqueirinho, der beste Einkehrpunkt unterwegs. Hier kannst du dir entweder ein Taxi oder Mototaxi für die Rückfahrt rufen lassen – oder noch etwa eine gute Stunde bis Tambaba weiterlaufen.

Da dieser Abschnitt jedoch streckenweise wirklich einsam ist, wird davon abgeraten, ihn alleine zu gehen.

Auf dem Weg nach Tambaba

Das Strandrestaurant Canyon de Coqueirinho

Das Canyon de Coqueirinho an der gleichnamigen Praia de Coqueirinho ist ein wunderbares Ausflugsziel und zählt zu den bekanntesten Strandrestaurants in Paraíba. Die hübschen Mosaiktische verteilen sich über zwei Ebenen und im Schatten eines Strohdachs sitzend bietet sich ein Traumblick auf Palmen, Meer und Strand. Die Preise sind hier deutlich höher als anderswo (kein Wunder angesichts der wunderbaren Lage), aber der Ort ist es definitiv wert!

Serviert werden unter anderem gute Fisch- und Meeresfrüchtegerichte, besonders lecker sind zur Vorspeise die Pastel de Camarão und dazu ein frisch gepresster Suco de Cajá. Als leichter Nachtisch empfiehlt sich die Torta de Banana da Vovó Dulce, die fast nur aus Banane und kaum aus Teig besteht und nach dem Rezept der seligen Mutter der Besitzerin zubereitet wird. Am Strand gibt’s außerdem eine Lounge für Snacks.

Wer zu müde zum Zurückwandern ist, kann Besitzerin Ana Luiza ansprechen. Wenn die Zeit es zulässt, fährt sie Gäste auch schon mal nach Jacumã oder ruft ansonsten ein Mototaxi oder Taxi (nach João Pessoa circa R$90).
tgl. 9–17 Uhr

Der FKK-Strand Praia de Tambaba

Beim Zutritt zum FKK-Bereich wird genau hingeschaut: Männer sind nur in Begleitung einer Frau zugelassen oder wenn sie eine gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft nachweisen können. Und alle Gäste müssen die „Kleiderordnung“ befolgen …

Die Anfahrt von João Pessoa nach Jacumã ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich: Busse mit Aufschrift „Conde“ und „Jacumã“ fahren ab dem Nahverkehrsterminal vor der Rodoviária circa stündlich bis 18 Uhr, Fahrtdauer eine Stunde, Preis R$8. Schneller geht es mit Uber oder Taxi.

Vor dem FKK-Strand in Tambaba bietet ein Mirante diese fantastische Aussicht

Was du in João Pessoa machen kannst

Sehenswürdigkeiten in João Pessoa

Im Zentrum prallen Kommerz und Geschichte hart aufeinander. Ein Ausflug in die Altstadt von João Pessoa führt immer auch in das angrenzende laute und hektische Geschäftszentrum der Stadt.

Dennoch ist ein Abstecher zu den Wurzeln von João Pessoa unbedingt lohnenswert, alleine schon wegen der vielen fabelhaften Aussichtspunkte in die umgebenden Tiefebenen.

Von mehreren Aussichtspunkten der Altstadt bieten sich weite Blicke ins Hinterland

Parque Solón Lucena

Wem die Beine schwer werden, der findet einen erholsamen Ruhepunkt in der neuerdings autofreien Grünanlage des Parque Solón Lucena rund um den Stadtsee.

Ruhepol im Zentrum: der autofreie Parque Solón Lucena

Centro Cultural São Francisco

Das bedeutendste Bauwerk der Stadt ist zweifellos die barocke Franziskanerkirche Igreja de Santo Antônio (auch als Igreja de São Francisco bekannt) mit dem Kloster Convento de Santo Antônio.

Der gesamte Komplex Centro Cultural São Francisco, zu dem auch noch die Kapelle der Igreja Ordem Terceira de São Francisco (Kirche des Dritten Ordens) gehört, wurde 1589 begonnen und 1779 fertig gestellt, eine bunte Stilmischung war über die Jahrhunderte die Folge.

Zu sehen sind imponierende perspektivische Deckengemälde, herausragende künstlerische Elemente sind die mit Gold überzogene Kanzel der Kapelle des Dritten Ordens, die reich vergoldeten Holzschnitte der von Fledermäusen bewohnten Goldenen Kapelle (Capela Dourada) in der Igreja Santo Antônio sowie die ebenso üppig verzierte Sakristei der Hauptkirche.

Von der Kirche des Dritten Ordens und dem Oberrang der Hauptkirche bieten sich weite Ausblicke auf die tiefer liegenden Mangrovengebiete des Rio Sanhauá.

Im Kloster befinden sich auch zwei Museen: das Museu de Arte Popular Brasileira, unter anderem mit hübscher Keramikkunst, sowie das Museu de Arte Sacra, das vor allem kircheneigene barocke Exponate ausstellt.
Mo–Fr 8.30–17, Sa, So 9–14 Uhr, Eintritt R$5

Vom Centro Cultural São Francisco zum Largo de São Pedro

Fast nebenan befindet sich die städtische Kathedrale, die vielfach baulich veränderte Igreja de Nossa Senhora das Neves von 1586. Sie ist die Basilika der Schutzheiligen der Stadt.

Wenn du von hier die steile Ladeira São Francisco hinabläufst, kommst du recht bald an der Casa da Pólvora vorbei, einem steinernen Gebäude von 1710, in dem gelegentlich kleine Kunstausstellungen zu sehen sind.

Am Ende gelangst du schließlich zu einer hübsch restaurierten neoklassischen Gebäudereihe an der Praça Antenor Navarro.

Die kleine Häuserzeile an der Praça Antenor Navarro stammt noch aus historischen Tagen

Largo de São Pedro

In der Nähe, am Largo de São Pedro, steht das frühere Hotel Globo, das erste Luxushotel der Stadt (1929). Heute gibt es hier eine Tourist Info, eine kleine Ausstellung mit Stücken aus den frühen Hoteltagen und eine Terrasse mit herrlicher Aussicht über das Tiefland von Paraíba.

In der Altstadt auf dem Vorplatz des ehemaligen Hotel Globo
Blick auf den Largo de São Pedro und das dahinter liegende Tiefland von Paraíba

Vom Centro Cultural São Francisco zur Praça Dom Adauto

Von der Igreja de São Francisco kannst du über die Rua Dom Ulrico noch zur Igreja Nossa Senhora do Carmo mit der Capela Santa Tereza an der Praça Dom Adauto gelangen. Dieser Platz erlangt vor allem in der Osterwoche (Semana Santa) Bedeutung, wenn hier große Passionsspiele aufgeführt werden.

Eine von mehreren gut erhaltenen Barockkirchen in der Altstadt von João Pessoa: die Karmeliterkirche Igreja Nossa Senhora do Carmo

Theatro Santa Roza

Ein weiteres interessantes Gebäude ist noch das Theatro Santa Roza (1889) an der Praça Pedro Américo. Es handelt sich um eines der ältesten Theater Brasiliens, eingeweiht wurde es wenige Tage vor der Proklamation der Republik. Wer die Gelegenheit hat, sollte sich das Innere ansehen, am besten bei einem Theaterstück oder einer Tanzaufführung.

Geschichtsträchtig: das Theatro Santa Roza

Praça João Pessoa

Die zentrale Praça João Pessoa ist auch unter dem Namen Praça dos Poderes (Platz der Gewalten) bekannt. An ihr stehen zwei neoklassizistische Gebäude: der Justizpalast und der Palácio da Redenção (1586), gegenwärtiger Sitz der Landesregierung (früheres Jesuitenkloster).

Praça Rio Branco

Der schönste der vielen Plätze ist aber die Praça Rio Branco, wo samstagmittags (bis 16 Uhr) Chorinho-Konzerte stattfinden. Tische und Stühle werden aufgebaut, man isst Feijoada und tanzt dazu …

Casa do Artista Popular Janete Costa

Etwas außerhalb des Zentrums sind in der hübschen Casa do Artista Popular Janete Costa, Praça da Independência 56, noch Arbeiten lokaler Kunsthandwerker zu sehen, vor allem Baumwollprodukte (Hängematten, Tischtücher), Holzarbeiten und Keramikwaren.
Di–So 9–17 Uhr

Touren, Ausflüge und Aktivitäten

Bootsausflüge

Die beliebtesten Bootsausflüge dauern etwa drei Stunden und führen zu einer langen Korallenbank mit mehreren Naturpools: Meistens geht es nach Picãozinho (R$35) oder nach Seixas (größere Pools, R$50 einschließlich SUP und Kajak). Andere Boote steuern auch Areia Vermelha an, eine zwei Kilometer im Meer gelegene Sandbank, sehr schön zum Baden und Schnorcheln geeignet (vier Stunden, R$90).

Wichtig für deine Planung: Alle genannten Bootsausflüge sind von den Gezeiten abhängig, das heißt, sie finden nicht täglich statt.

Bootsausflug zur Korallenbank von Picãozinho

Sonnenuntergang in Jacaré

Eine der bekannteste Touristenattraktionen von João Pessoa mit inzwischen landesweiter Bekanntheit ist der Sonnenuntergang über dem Rio Paraíba in Jacaré (bereits ab 17 Uhr!). Maßgeblich dazu beigetragen hat eine sich tagein, tagaus wiederholende Show: Es ist ja auch tatsächlich ein romantisches Bild, wie der Saxophonist Jurandy in einem Holzboot stehend vor der sinkenden Sonne den Fluss herauf gefahren wird und dabei Ravels Bolero intoniert.

Ausflug nach Jacaré: Saxophon und Sunset

Rund um die Schiffsanleger und Flussrestaurants befinden sich zahlreiche Artesanato-Stände und es erinnert fast ein wenig an ein großes Volksfest. Alle Touristen genießen hier mindestens einmal während ihres Aufenthalts die schöne Abendstimmung. Gegen 18 Uhr läutet das Ave Maria den Abschied ein, spätestens dann ist auch der letzte Besucher ergriffen.

An- und Abfahrt am besten über eine Reiseagentur organisieren, zum Beispiel Cliotur. Der kleine Trip dauert dreieinhalb Stunden und kostet um die R$50. Um 16 Uhr legen in Jacaré zusätzlich Boote ab, auf denen man das Schauspiel vom Wasser aus verfolgen kann – mit Livemusik und Getränkeangebot.

Touranbieter

Cliotur, Avenida Alm. Tamandaré 310, im Victory Business Flat, Tambaú, 24-Stunden-Kontakt: WhatsApp. Professionelle und sehr freundliche Agentur, die sich auf Ecoturismo spezialisiert hat.

Angeboten werden alle üblichen Touren, also sämtliche Bootsausflüge und natürlich der Sonnenuntergang in Jacaré. Aber auch ausgefallenere Trips sind im Portfolio, wie zum Beispiel runter an die Südküste Litoral Sul bis Tambaba, der Ausflug dauert acht Stunden und kostet R$90. Oder einmal rauf an die Nordküste Litoral Norte (vier Stunden, R$50) oder ins Binnenland von Paraíba in die sogenannten Cariri-Region.

Außerdem werden Exkursionen durchgeführt, die die Geschichte des Zuckerrohranbaus thematisieren und unter anderem zu diversen historischen Stätten führen: Civilização do Açúcar (zwölf Stunden, R$115).

Beratung auf Englisch ist möglich, auf Wunsch kannst du auch englischsprachige Guides bestellen, das erhöht den Preis etwas. Auch Transfers können bei Cliotur bestellt werden.
Mo–Fr 8–12, 13–17, Sa 8–12 Uhr

Das Büro von Cliotur in Tambaú

Essen & Trinken in João Pessoa

Eine Besonderheit wie überall im Nordosten sind die frischen Tapiocas, die an den Ständen der Feirinha in Tambaú zubereitet werden.

Sehr beliebt ist in João Pessoa auch das an die klassischen Fleisch-Churrascarias angelehnte Rodízio de Pizza, das in vielen Restaurants am Strand angeboten wird. Hierbei werden zu einem Festpreis den ganzen Abend lang verschiedene Pizzasorten (manchmal auch Nudeln/Massas) an den Tisch gebracht, mit denen man sich unbegrenzt den Bauch vollschlagen kann.

Canoa dos Camarões

Das Canoa dos Camarões in der Avenida João Maurício 121 zwischen Manaíra und Tambaú zählt zu den besten Restaurants für exzellente Krabbengerichte. Hier wurde das Rodízio-System auf Meeresfrüchte ausgedehnt: Wenn du das Rodízio de Camarão e Frutos do Mar bestellst, werden dir zu einem Festpreis bis zu 20 sehr leckere Variationen laufend an den Tisch gebracht. Alternativ kannst du natürlich auch Gerichte von der Karte bestellen, übrigens auch Fisch, Fleisch oder Nudeln. Das Restaurant bietet ein gepflegtes Ambiente und darüber hinaus auch einen Lieferservice an (Tel. 83/3247 2055).
tgl. 11–24 Uhr

Rodízio mit Krabben und Meeresfrüchten im Canoa dos Camarões
Immer gut besucht: Canoa dos Camarões

Famiglia Muccini

Das Famiglia Muccini in der Avenida Nossa Senhora dos Navegantes 140 in Tambaú ist ein gehobenes Familienrestaurant, in dem ein Pianist den musikalischen Rahmen schafft. Sehr gut sind beispielsweise die Mittagsteller, abends gibt es täglich wechselnde Aktionen, zum Beispiel natürlich auch hier ein hervorragendes Rodízio de Pizza (Montag und Dienstag). Alles ist hausgemacht und frisch, und auch viele leichte Diät-Gerichte stehen zur Auswahl. Die Besitzer haben am Strand ein weiteres gutes Restaurant, das Sapore d‘Itália in der Avenida Cabo Branco 1584.
Famiglia Muccini tgl. 12–15, 18–24 Uhr; Sapore d’Itália tgl. 18–23 Uhr

Nachtleben in João Pessoa

Ein bevorzugtes und zentral gelegenes Ausgehrevier sind am Wochenende die kleinen Straßen rund um die Rua Coração de Jesus und Avenida Olinda in Tambaú, mit der renovierten Feirinha als Ausgangspunkt und strategisches Zentrum für Nachtschwärmer.

Viele Einheimische gehen gerne im acht Kilometer von Tambaú liegenden Stadtteil Bessa aus, dort reihen sich entlang der Avenida Governador Argemiro de Figueiredo diverse angesagte Bars aneinander.

Seit Jahr und Tag Zentrum des Nachtlebens von Tambaú: die Feirinha

Bahamas, Avenida João Maurício, Manaíra/Tambaú. Exzellenter Anlaufpunkt für ein gepflegtes Chope am frühen Abend mit schönem Meerblick und Livemusik ab 20 Uhr (Couvert R$5). Eine gute Speisekarte ergänzt das Angebot.
So–Do 11–23, Fr, Sa 11–1 Uhr

Netter Ort für einen Drink zum Sonnenuntergang: das Bahamas

Empório Café, Avenida Coração de Jesus 147, Tambaú. Diese trendy Bar ist ein echter Klassiker im Herzen des Nachtlebens von João Pessoa. Von Mittwoch bis Samstag legen DJs auf und es wird reichlich getanzt. Auf der Speisekarte stehen Salate, Sandwiches und ein wirklich guter Schokokuchen. Wer frische Luft braucht, geht auf die nett gestaltete Außenterrasse, auf der bis zum Morgengrauen noch warme Küche serviert wird.
tgl. ab 17 Uhr; Freitag und Samstag ab 23 Uhr Eintritt R$15–25, sonst gratis

Wie überall im Nordosten ist Forró sehr präsent, hier spielt eine Liveband in der Expo Feira in Tambaú

Shopping/Einkaufstipps

Günstige und schöne Hängematten und Stickereien gibt es im Centro de Artesanato de Tambaú.
tgl. 9–20 Uhr

Kunsthandwerk und regionale Lebensmittel sind in der Expo Feira Tambaú erhältlich.
tgl. 17–22 Uhr

Souvenirs, Kunsthandwerk und regionale Lebensmittel erhältst du unter anderem im Mercado de Artesanato Paraibano (MAP), Avenida Rui Carneiro, Tambaú, ein auffälliges großes Rotklinkergebäude mit einem Innenhof und vielen Cafés und Geschäften.
Mo–Sa 9–19, So 9–18 Uhr

Souvenirs shoppen? Geht gut im Mercado de Artesanato Paraibano (MAP)
Regionale Liköre im MAP

Tipps für deinen Aufenthalt in João Pessoa

Hotels und Unterkünfte

An den Stränden von Tambaú, Manaíra und Cabo Branco gibt es viele Hotels und Pousadas. Die Sehenswürdigkeiten im Zentrum sind leicht auf einem Halbtagesausflug zu erkunden. In der Nebensaison kann man in João Pessoa durchaus nach einem Rabatt fragen.

Verdegreen Hotel

Die „grünste Stadt Amerikas“ hat auch eines der grünsten Hotels Brasiliens zu bieten: das Verdegreen Hotel zwischen Manaíra und Tambaú. Unter anderem ist es ISO 14001 zertifiziert. Das Verdegreen bezeichnet sich selbst als „Öko-Design-Hotel“ und arbeitet konsequent nach Umweltgesichtspunkten, worunter Komfort und Service keinesfalls leiden (hier bei Booking.com anschauen).

Einige der modern eingerichteten Zimmer besitzen Meerblick, auf dem Dach wartet ein kleiner Pool. Fahrräder können gratis ausgeliehen werden, was bei der schönen, langgezogenen Strandpromenade ein echter Mehrwert ist.

Das Hotel ist in erster Linie auf Geschäftsreisende eingestellt, aber auch für Urlauber höchst attraktiv. Alle Gäste sind übrigens eingeladen, eigene Umweltideen einzureichen, die besten Vorschläge können Gratis-Übernachtungen gewinnen. Im Erdgeschoss gibt es ein gutes Restaurant.

Helle Lobby und Restaurant des „grünsten Hotels Brasiliens“: Verdegreen
Gepflegtes Zimmer im Hotel Verdegreen

Geldautomaten/Geld abheben

In Tambaú gibt es mehrere zentrale Bankfilialen, an denen du ohne Automatengebühren Geld abheben kannst, zum Beispiel:

  • Bradesco, Avenida Rui Carneiro 258
    Geldautomaten tgl. 6–19 Uhr
  • Banco do Brasil, Avenida Rui Carneiro, Ecke Avenida João Maurício
    Geldautomaten tgl. 7–22 Uhr

Geldwechsel bietet Mondeo Tour in der  Avenida Nego 46 an.
Mo–Fr 8–18, Sa 8–12 Uhr

Zentrale Lage: Banco do Brasil in Tambaú

Touristeninformation

Die hervorragend geführte Tourismusbehörde von Paraíba PBTUR betreibt mehrere Infostände unter anderem an folgenden Orten:

  • Centro Turístico, Avenida Almirante Tamandaré 100
    tgl. 8–19 Uhr
  • Flughafen
    tgl. 9–15, 22–3 Uhr
  • Rodoviária
    tgl. 8–18 Uhr
Touristischer Dreh- und Angelpunkt in Tambaú: das Centro Turístico
Tourist Info in Tambaú

João Pessoa: Anreise und Weiterreise

Mit dem Flugzeug

Der Aeroporto Presidente Castro Pinto liegt in der Nachbargemeinde Bayeux. Nach Tambaú fährt man etwa 30 Minuten, ein Taxi kostet R$80 bis R$100, mit Uber dürfte sich der Preis zwischen R$35 und R$40 bewegen.

Am Flughafen von João Pessoa

Mit dem Bus

Die Rodoviária Severino Camelo befindet sich im Stadtteil Varadouro nahe dem historischen Zentrum. Eine Fahrt nach Tambaú oder Cabo Branco dauert ungefähr 20 Minuten und kostet mit Taxi etwa R$35–45, mit Uber zwischen R$15–22.

  • Fortaleza: Nordeste, tgl. 20 Uhr; Guanabara, tgl. 9.40 und 20.30 Uhr; 10 Std., R$90–185.
  • Maceió: Gontijo, Mo, Mi–Sa 9.30, So 14 Uhr; 6–7 Std., R$89–93.
  • Natal: Nordeste und Progresso, 8–9 x tgl. bis 19.45 Uhr; 3 Std., R$35.
  • Praia da Pipa: Mit Bus: Richtung Natal, im Ort Goianinha aussteigen und von dort weiter mit Minivan oder Taxi (Details siehe Praia da Pipa, Transport). Bequemer ist es per Taxi/Uber oder mit einem Privattransfer ab João Pessoa (ca. R$200–280), zu buchen beispielsweise bei Cliotur.
  • Recife: Progresso oder Total, ca. halbstündlich bis 19.30 Uhr, 2–3 Std., R$33–44. Zum Flughafen und nach Boa Viagem Ausstieg bei Haltestelle Caxangá möglich (siehe Recife, Transport).
  • Salvador: Rota, Mo/Mi/Fr 19 Uhr; Progresso, Di/Do/So 19.15 Uhr; 16 Std., R$156–200.

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