Rio de Janeiro: Sportliche Aktivitäten

Rio ist ein Outdoor-Paradies: Sei es Klettern, Radfahren, Segelfliegen, Strandfußball, Volleyball, Surfen, Kitesurfen, SUP oder Wandern. Hier erfährst du, wie und wo du in Rio sportlich aktiv sein kannst.

Für jeden, der Lust an Bewegung unter freiem Himmel hat, ist in Rio etwas dabei. Nur der Aufwand ist von Aktivität zu Aktivität verschieden. Für eine Radtour kannst du dir schnell ein Fahrrad in einem Spezialgeschäft mieten, auch ein Board zum Surfen oder Stand-up-Paddeln ist fix geliehen. Für eine Klettertour in Rios Bergwelt oder einen Tandemflug per Paragliding sind dagegen eine frühzeitige Anmeldung und gute Planung unabdingbar. Hier erfährst du, was es bei den einzelnen Sportarten in Rio zu beachten gibt.

Unterkunftstipp für deinen Aufenthalt in Rio de Janeiro:
Das beliebte Arena Ipanema Hotel besticht durch seine vorzügliche Lage an einem kleinen Park im Stadtteil Arpoador. Die Strände von Ipanema und Copacabana sind jeweils nur einen Steinwurf entfernt. Darüber hinaus bietet das Hotel modern designte Zimmer und eine Dachterrasse mit Pool, Lounge und fantastischem Meerblick. Ein weiterer Pluspunkt ist das Engagement der Hotelleitung für nachhaltigen und umweltfreundlichen Tourismus. Hier findest du das Hotel bei Booking.com. Weitere Hoteltipps in verschiedenen Preisklassen findest du weiter unten im Artikel.

Typisch für Rio: Paragliding mit Meerblick

Sport und Freizeitaktivitäten in Rio de Janeiro

Strandvolleyball und Futevôlei

Hinter dem Volkssport Fußball rangieren Volleyball und Strandvolleyball in der Beliebtheit der Brasilianer gleich auf den nächsten Plätzen. Die Praias von Rio sind eines der größten brasilianischen Eldorados für Fans des Beach-Volleyballs. Die gezeigten Fertigkeiten sind absolut beeindruckend.

Ebenfalls weit verbreitet ist Futevôlei, eine Mischung aus Fußball und Volleyball, bei der ein leichter Plastikball nur mit der Brust, Schulter, Kopf oder Fuß gespielt werden darf. Dieser Sport wurde 1965 in Copacabana erfunden, als vorübergehend das Fußballspielen am Strand verboten war.

Seit den 1990er-Jahren verbreitet sich Futevôlei auch in anderen Ländern. Wer den anspruchsvollen Sport beherrscht, kann an einem der Strände versuchen, in einem Team mitzuspielen. Allerdings ist es für Anfänger schwierig, akzeptiert zu werden, man muss auf den meisten Courts schon ein erhebliches technisches Können mitbringen.

Beeindruckendes Ballgefühl und Athletik werden in Rio beim Futevôlei demonstriert

Surfen

Die beste Jahreszeit zum Surfen mit den höchsten Wellen ist von April bis Juni. Es gibt im Stadtgebiet von Rio drei besonders beliebte Surfspots, zwei davon liegen jedoch ziemlich weit außerhalb der Hotelzonen:

  • in Arpoador zwischen Copacabana und Ipanema (Wellen ein bis zwei Meter)
  • in Barra da Tijuca am sogenannten Abschnitt Barra-Meio, auf Höhe der Avenida Lúcio Costa 3100 beim Posto 4 (Wellen bis zwei Meter)
    Anfahrt per Uber/Taxi (ab Copacabana circa R$30–80) oder mit Metrolinie 4 bis Endstation Jardim Oceânico, dort weiter per Uber/Taxi oder zu Fuß (ca. 2,5 km)
  • sehr idyllisch, aber noch weiter außerhalb an der Prainha (Wellen ein bis drei Meter)
    Anfahrt per Uber/Taxi (ab Copacabana circa R$50–120) oder mit Metrolinie 4 bis Endstation Jardim Oceânico, dort weiter per Expressbus BRT bis zur Haltestelle Recreio Shopping, die restliche Strecke mit Taxi oder Uber

Wer Unterrichtsstunden nehmen möchte, kann dies bei Surf Rio machen, der Preis beträgt R$100 pro Person in der Gruppe (fünf Stunden kosten R$430) oder R$160 im Privatunterricht. Auf jeden Surflehrer entfallen höchstens drei bis vier Schüler. Der Unterricht findet am Strand von Arpoador morgens zwischen 7 und 12 Uhr statt (genaue Uhrzeit einen Tag vorher vereinbaren), Brett und ein Lycra Shirt werden gestellt. An zahlreichen weiteren Verleihstationen am Strand, zum Beispiel in Copacabana zwischen den Postos 6 und 8, kostet ein Leihbrett für eine Stunde etwa R$60 (ohne Unterricht).

Ein gutes Geschäft für Bretter, Zubehör, Surfmode und vieles mehr ist Boards Co in der Rua Francisco Otaviano 67, Arpoador. „Von Surfern für Surfer“ lautet das Motto der Besitzer Marcos und Oswaldo.
Mo–Sa 10–19 Uhr

Kitesurfen und Stand-up-Paddeln

Kitesurfen kann man am vorderen Strandabschnitt von Barra da Tijuca in der Nähe der berühmten Strandbar von Pepê, wo mit Windstärken von 40 km/h zu rechnen ist. Kurse und Ausrüstung gibt es bei K7 Kitepoint Rio, Avenida do Pepê 930, am Kiosk Nr. 7, wo Profi-Kitesurfer Marcelo Cunha und sein Team Schüler unter ihre Fittichen nehmen. Wer bei ihm Stunden nehmen möchte, sollte möglichst ein paar Tage im Voraus reservieren.
tgl. 8.30–20 Uhr

Kitesurfen ist in Rio in Barra da Tijuca möglich
Kiten, Surfen und SUP am Kiosk 7 in Barra da Tijuca

Sehr in Mode gekommen ist auch in Rio das Stand-up-Paddeln, ausgeübt wird es besonders zwischen Posto 5 und 6 der Copacabana sowie ebenfalls beim Kiosk 7 in Barra da Tijuca. Sämtliches Zubehör ist vor Ort vorhanden.

Auch in Rio in Mode: Stand-up-Paddeln, Bretterverleih am Kiosk 7 in Barra da Tijuca

Drachen- und Gleitschirmfliegen

Tandemsprünge sind in Rio sehr beliebt, entweder per Hängegleiter/Drachen (Portugiesisch Asa-delta, Englisch Hang gliding) oder mit dem Gleitschirm (Parapente beziehungsweise Paragliding). Start ist von der Rampe des Felsens Pedra Bonita (nur bei Aufwind vom Meer), Landung bei der Praia do Pepino im Stadtteil São Conrado. Professionelle Fluglehrer warten am Strand auf Gäste, das Mitfliegen (15 bis 20 Minuten) kostet um R$600, gegebenenfalls zuzüglich einer Gebühr und Versicherung, der Hoteltransfer ist in der Regel im Preis inbegriffen. Der weite Blick über die Hügellandschaft ist fantastisch. Besonders zu empfehlen sind:

Einzigartiges Erlebnis: Paragliding über der Cidade Maravilhosa

Wandern

Im Parque Nacional da Tijuca, dem größten innerstädtischen Waldgebiet der Erde, gibt es ein ausgedehntes, gut ausgeschildertes Wegenetz. Am Parkeingang kann man in dem Souvenirladen Kartenmaterial erwerben.

Längere Wanderungen, die von den Hauptwegen wegführen, sollte man jedoch nur geführt unternehmen. Englischsprachige Guides kannst du zum Beispiel über Rio Hiking finden. Diese ausgesprochen gut organisierte Agentur bietet sogenannte „Private Tours“, darin enthalten sind unter anderem Abholung und Drop-off am Hotel sowie ein englischsprachiger Guide.

Der „Tijuca Forest Hike“ durch den Nationalparkt führt unter anderem zum Taunay-Wasserfall und hinauf bis zum höchsten Punkt, dem 1021 Meter hohen Pico da Tijuca. Die Wanderung selbst dauert etwa zweieinhalb Stunden, die gesamte Tour nimmt fünf bis sechs Stunden in Anspruch und kostet R$310 pro Person.

Der Taunay-Wasserfall im Parque Nacional da Tijuca
Ein Netz von Wanderwegen führt durch den Tijuca-Nationalpark

Über Rio Hiking lassen sich noch viele weitere Touren und Aktivitäten buchen. Alternativ zu den „Private Tours“ können dabei auch günstigere Gruppenwanderungen gewählt werden: die sogenannten „Backpackers Tours“. Diese beinhalten allerdings keinen Transport und es kann recht mühselig sein, die teilweise recht weit entfernten Treffpunkte eigenständig zu erreichen.

Die erfahrene Agentur bietet eine große Auswahl an ein- und mehrtägigen Wandertouren in und um Rio, darunter auch zu allen spektakulären Aussichtspunkten, wie dem beliebten Pedra do Telégrafo in Barra de Guaratiba (R$250 oder R$350 pro Person ohne/mit Transport). Über Wanderungen hinaus können bei Rio Hiking auch alle nur erdenklichen Fun- und Wassersportaktivitäten gebucht werden, von Surfen, Kajakfahren und Rafting über Fahrradtouren und Stand-up-Paddeln bis hin zu Klettern und Tauchen.

Die Perspektive macht’s: Eines der beliebtesten Fotomotive von Rio bietet sich am Pedra do Telégrafo

Klettern

Rio gilt wegen der vielen Hügel und Felsen als das beste städtische Kletterrevier der Welt, es gibt mehr als 300 Pfade. Sie sind ganzjährig nutzbar, im Herbst/Winter (Mai bis Oktober) ist es weniger heiß, auch fallen zu dieser Jahreszeit weniger heftige Niederschläge.

Aus luftigen Höhen bieten sich jedenfalls unvergessliche Ausblicke über das einzigartige Stadt- und Hügelpanorama von Rio de Janeiro …

Klettern in Rio bietet unvergleichliche Aussichten

Wer einen von Rios Felsen auf einer Klettertour bezwingen möchte, muss auf allen Pfaden in jedem Fall einen Guide (und bei einigen auch eine Ausrüstung) dabei haben. Alle unten genannten und noch viele weitere Touren bieten die erfahrenen Agenturen für Outdoor- und Abenteuersport Crux Eco und Companhia da Escalada an.

Kletterer beim Aufstieg auf den Zuckerhut

Leichtere Routen

Anfänger erklimmen am besten die Wand des Morro da Babilônia, den gegenüber liegenden Zuckerhut über die einfachere Route „Costão“, wobei nahe der Spitze jedoch ein 15 Meter langer Steilaufstieg anfällt, oder die 553 Meter bis zum Gipfel des Morro Dois Irmãos. Das Wort „leicht“ muss bei solchen Trips natürlich in Anführungszeichen gesetzt werden, denn wirklich leicht ist keine dieser Touren. Jeder und jede muss die eigenen körperlichen und technischen Fähigkeiten ganz realistisch einschätzen. Im Zweifel beraten die Spezialisten der empfohlenen Agenturen bei der Auswahl der passenden Klettertour.

Routen für Fortgeschrittene

Schon erheblich schwieriger ist die knapp drei Stunden dauernde Besteigung des 842 Meter hohen Pedra da Gávea. Auch der Zuckerhut kann von erfahrenen Bergkletterern auf verschiedenen anspruchsvollen Wegen erklommen werden, besonders die Routen „Via dos Italianos“ und „Coringa“ zählen zu den Klassikern des brasilianischen Klettersports. Dasselbe gilt für den atemberaubenden Aufstieg auf der Route „K2“ zum Corcovado.

Nur für erfahrene Bergkletterer: Pedra da Gávea

Radfahren

Rio de Janeiro besitzt das größte Radwegenetz Brasiliens. Du kannst unter anderem größtenteils an der Strandpromenade entlang von Leblon bis zum Flughafen Santos Dumont oder rund um die Lagoa Rodrigo de Freitas radeln und auf diese Weise sportlich und umweltfreundlich die Stadt erkunden.

Radfahren in Rio ist meistens mit Blick aufs Wasser verbunden

Unter Rio Nahverkehrsmittel erfährst du, wie du über das Rad- und Elektroradverleihsystem Bike Rio an ein Leihfahrrad gelangen kannst. Wer keinen Handyempfang in Rio hat, oder wem das zu umständlich ist, der kann sich auch persönlich vor Ort ein Rad in einem Fahrradgeschäft ausleihen. Zwei solcher Läden, die Radverleih anbieten, liegen in der Nähe der Hotels der Südzone:

  • Bike & Lazer, Rua Visconde de Pirajá 135, Ipanema. Gut gewartete Räder mit einer 21er-Gangschaltung kosten hier um R$15–20 für eine Stunde oder R$60–80 am Tag (Rückgabe bis 19.30 Uhr).
    Mo–Fr 9–20, Sa 9–16.30 Uhr
  • Special Bike, Rua Bartolomeu Mitre 630, Leblon. Verleih R$20 je Stunde oder R$65 für einen Tag (10 bis 18 Uhr), als Pfand müssen R$300 oder ein Ausweis hinterlegt werden.
    tgl. 9–19 Uhr
Eine von vielen Radverleihstationen von Bike Rio

Hotels & Unterkünfte

Zum Abschluss noch schnell ein paar Tipps für deinen Aufenthalt in Rio.

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