Rio de Janeiro: Tipps für deine Reise

Hier findest du Informationen und Tipps für deine Reise nach Rio de Janeiro. Du erfährst alles Wissenswerte rund um Sehenswürdigkeiten, Fortbewegungsmittel, Shopping, Nachtleben, Anreise, Hotels, Flughafen und Klima.

Rio de Janeiro ist eine der spektakulärsten Metropolen der Welt. Während deiner Brasilien-Reise solltest du auf jeden Fall einen mehrtägigen Aufenthalt in Rio einplanen. Damit du dich gut vorbereiten kannst, habe ich auf dieser Übersichtsseite die wichtigsten Tipps zusammengestellt. Viele weiterführende Artikel sind im Text verlinkt.

Unterkunftstipp für deinen Aufenthalt in Rio de Janeiro:
Das beliebte Arena Ipanema Hotel besticht durch seine vorzügliche Lage an einem kleinen Park im Stadtteil Arpoador. Die Strände von Ipanema und Copacabana sind jeweils nur einen Steinwurf entfernt. Darüber hinaus bietet das Hotel modern designte Zimmer und eine Dachterrasse mit Pool, Lounge und fantastischem Meerblick. Ein weiterer Pluspunkt ist das Engagement der Hotelleitung für nachhaltigen und umweltfreundlichen Tourismus. Hier findest du das Hotel bei Booking.com. Weitere Hoteltipps in verschiedenen Preisklassen sowie Empfehlungen für Touren und alles Wissenswerte zur Anreise findest du weiter unten im Artikel.

Rio de Janeiro zählt zu den spektakulärsten Städten der Welt

Reisetipps für Rio de Janeiro

Hier findest du alles, was du für deine Reise wissen musst.

Wissenswertes vorab

Rio de Janeiro ist eines der beiden Haupteintrittstore nach Brasilien, das andere ist São Paulo. Oft ist Rio die erste und die letzte Station einer Brasilienreise. Es gibt von Europa aus diverse Direkt-Flugverbindungen. Und innerhalb der Stadt kommt man mit Taxi, Uber oder Metro preiswert, leicht und schnell überall hin.

Rio wird von vielen Besuchern als die schönste Großstadt der Welt empfunden. Von oben betrachtet sieht man eine einzigartige Naturkulisse. Nirgendwo anders gibt es eine derartige Mischung von Hügeln, Wald und Wasser.

Hauptattraktion sind natürlich die Strandviertel und Strände, besonders Leme, Copacabana, Arpoador und Ipanema. Dort liegen auch die meisten Hotels, fast alle Besucher quartieren sich dort ein. Weniger bekannt sind das Zentrum und die angrenzenden Viertel Lapa und Santa Teresa, dort ist noch viel Altstädtisches erhalten, teils fasziniert auch der kontrastreiche architektonische Mix aus Alt und Neu. Ein Besuch dieser Region sollte bei einem Aufenthalt nie fehlen.

Ansonsten ist Rio berühmt für sein vielfältiges Angebot an sportlichen Aktivitäten, ob Surfen, Klettern, Beach- oder Fußvolleyball und Drachen- oder Gleitschirmfliegen. Das gastronomische Angebot ist sehr reichhaltig und hochwertig, neben den Churrascarias gibt es auch viele Self-Service-Lokale, und selbst in besseren Vierteln findet man preiswerte Mittagstische. Und das Nachtleben ist das einer Weltmetropole mit unzähligen Bars, oft auch im Freien. Dabei geht es überall locker und gesellig zu, und die Stimmung ist meist gute Laune pur.

Leider ist Rios Ruf wegen der Kriminalität nicht der beste, aber fast alle Besucher sagen hinterher, dass sie nie das Gefühl hatten, belästigt oder bedroht gewesen zu sein. Die üblichen Sicherheitsregeln sollte man natürlich beachten.

Sun und Beach erwarten dich in Rio de Janeiro

Orientierung

Rio liegt an der Ostküste von Brasilien und ist mit 6,5 Millionen Einwohnern nach São Paulo die zweitgrößte Stadt des Landes. Sie gliedert sich in drei Regionen: Südzone (Zona Sul), Westzone (Zona Oeste) und Nordzone (Zona Norte).

Für Touristen am wichtigsten ist die Südzone. Sie reicht vom Zentrum bis zu den Strandvierteln Urca, Leme, Copacabana, Arpoador, Ipanema und Leblon, die beiden letzten sind Rios teuerste und eleganteste Viertel. Und dieses ist auch der Bereich, in dem sich fast alle Sehenswürdigkeiten befinden und wo sich fast alle Besucher einquartieren, die meisten immer noch an der legendären Copacabana. Sehr zu empfehlen ist auch das kleine Viertel Arpoador, zur einen Seite gelangt man nach ein paar Schritten an die Copacabana und zur anderen Seite ebenso schnell nach Ipanema.

Malerisch eingebettet zwischen Hügeln, Lagune und Meer liegen hier in der Südzone die besseren Viertel der Mittel- und Oberschicht sowie die meisten Bars und Restaurants. Auch ist hier dank stärkerer Präsenz von Polizei und Stadtwache ein höheres Sicherheitsniveau gewährleistet.

Nur zwei Viertel in der Westzone, Barra da Tijuca und Recreio, bieten ebenso hohe Standards wie die Südzone und herrliche Strände, kommen aber wegen der entfernteren Lage nur für eine Stippvisite in Frage.

In der Nordzone gibt es außer dem Maracanã-Stadion wenige touristische Attraktionen. Nur auf dem längeren Weg vom Internationalen Flughafen bis zur Südzone kommen die meisten hier vorbei. Manche Besucher Rios, hauptsächlich von São Paulo kommend, landen auch auf dem zentrumsnahen Regionalflughafen Santos Dumont, der Blick beim Landeanflug auf die Stadt und den Zuckerhut ist unübertrefflich!

Stadtteile in Rio de Janeiro

Die touristisch relevanten Viertel Rios befinden sich fast alle in der vom Atlantik bis zum Zentrum reichenden Südzone. Copacabana und Ipanema sind die wichtigsten, auch weil fast alle Besucher sich dort einquartieren. Von da sind er nur wenige Kilometer bis Santa Teresa, Lapa und dem Zentrum, diese drei Viertel liegen dicht beieinander und werden für Halbtagesausflüge beziehungsweise im Falle von Lapa als Nightlife-Meile angesteuert.

Copacabana

Die Copacabana ist schon ein Mythos, alles begann mit einem Grand Hotel am Strand von 1923, dann bauten die Reichen hier ihre Villen, ab 1960 folgten dann Hochhäuser und Hotels. An der Promenade liegt eine Bar neben der anderen, in den wärmeren Monaten gegen Abend stets belebt und mit Livemusik, es war und ist Rios Hauptflaniermeile.

An dem langen breiten Strand sind fast immer Badegäste und auch viele flanierende Händler. Am Posto 6 ist das Meer noch ruhig und zum Schwimmen geeignet, an den Abschnitten davor gibt es dagegen meistens stärkere Wellen und mitunter auch Strömungen. An der anderen Seite der Strandstraße Avenida Atlântica befinden sich viele Restaurants und dahinter um die Rua Bolívar zahlreiche Bars. Und Hauptgeschäftsstraße ist die Avenida Nossa Senhora de Copacabana, sie verläuft parallel zum Strand. Insgesamt ist das Nachbarviertel Ipanema aber moderner, eleganter und bei der Jugend beliebter.

Ipanema

Ipanema besitzt eine ähnliche Größe wie die Copacabana. Hier wohnt in luxuriösen Apartment-Hochhäusern die weißhäutige Upper class, in der Avenida Visconde de Pirajá liegen die teuersten Modegeschäfte der Stadt. Der Strand ist oft noch belebter als die Copacabana. Am Posto 8 trifft sich die große LGBT-Gemeinde und am Posto 9 seit Jahrzehnten mehr studentisches Publikum. Und an edlen Bars und Restaurants mangelt es im ganzen Viertel nirgends.

Santa Teresa

Fast jeder Rio-Gast durchstreift das pittoreske Künstlerviertel Santa Teresa ab Zentrum mit einer alten Tram und steigt am Largo do Guimarães aus, um die dortigen Bars, Restaurants oder Kunstateliers zu besuchen, an den Schienen entlang weiter zu schlendern bis zur mehr als Hundert Jahre alten urigen Bar do Gomes und in die andere Richtung bis zum Parque das Ruínas zu gehen und vom Dach dieser Palastruine aus einen herrlichen Blick auf die Bucht, den Zuckerhut und das Zentrum zu genießen. Die noch zu Santa Teresa gehörige Fliesentreppe von Selarón steuert man aber besser von unten beziehungsweise von Lapa aus an.

Lapa

Das historische Viertel Lapa liegt unterhalb von Santa Teresa. Die Besucher kommen aus zwei Gründen: Da ist einmal die berühmte Fliesentreppe von Selarón, Rios Besucherhighlight Nummer 3, und dann wegen des Nachtlebens. In der Avenida Mem de Sá trifft sich zum Wochenende hin die halbe Stadt, es gibt zahlreiche Musik- und Sambalokale wie das Leviano oder Carioca da Gema. Und am Ende der Querstraße Rua do Lavradio liegt das Rio Scenarium, ein riesiger mit edlen Antiquitäten vollgestopfter Sambaschuppen.

Zentrum

Gleich hinter Lapa befindet sich das Zentrum (Centro). Am besten startet man einen Rundgang (nur tagsüber von Montag bis Samstag) ab dem Platz Cinelândia, wo es auch eine Metrostation gibt. Dort befinden sich das imposante Stadttheater, die Nationalbibliothek, das Nationalmuseum der Schönen Künste und das Rathaus. Weiter geht es zum Largo Carioca, einem großen Platz gesäumt von Bürohochhäusern und zwei historischen Kirchen. Danach kehrt fast jeder in die Confeitaria Colombo ein, Brasiliens prachtvollstes Kaffeehaus aus dem Jahre 1894. Und zuletzt noch ein Muss: das Real Gabinete Português de Leitura von 1884, eine der zehn schönsten Bibliotheken der Welt.

Blick auf die Copacabana, den berühmtesten Stadtstrand der Welt

Was du in Rio de Janeiro machen kannst

Rio hat so viel zu bieten, dass man unmöglich alles in drei bis vier Tagen sehen kann. Wer mit begrenzter Zeit anreist, kann wenigstens die wichtigsten touristischen Highlights kennenlernen. An der Spitze des Rankings der Besucherzahlen stehen natürlich der Corcovado mit der Christusstatue sowie der Zuckerhut. Aber auch die Treppe von Selarón und das Kaffeehaus Confeitaria Colombo im Zentrum zählen zu den Besucher-Highlights. Ebenso darf eine Tram-Fahrt durch das Künstlerviertel Santa Teresa bei einem Rio-Besuch fast nie fehlen.

Sehenswürdigkeiten in Rio de Janeiro

Corcovado mit Christusstatue

Attraktion Nummer 1 ist der Besuch des 709 Meter hohen Felsens Corcovado mit der Christusstatue, von dort gewinnt man den besten Panoramablick über die Stadt. Man kann per Zahnradbahn hochfahren oder einfacher per Shuttle-Bus ab Praça do Lido an der Copacabana oder ab Largo do Machado in Flamengo. Alternativ empfiehlt sich der weniger überfüllte und eintrittsfreie Aussichtspunkt Mirante Dona Marta auf halber Höhe, man kommt aber nur per Taxi oder Uber hin.

Thront auf 709 Meter Höhe über Rio de Janeiro: die Christusstatue Cristo Redentor

Zuckerhut

Der Zuckerhut, oder auf Portugiesisch Pão de Açúcar, ist bei Europäern fast berühmter als der Christus. Aus 394 Meter Höhe blickt man von Urca über die halbe Stadt, unterhalb erscheint der ganze Strand der Copacabana, weiter rechts der Corcovado, dann das Zentrum, die Bucht von Guanabara mit der großen Brücke und schließlich die schöne Nachbarstadt Niterói. Es ist eine der absoluten Top-Sehenswürdigkeiten von Rio und ganz Lateinamerikas. Entsprechend hoch ist der Besucherandrang. Falls du dir die Schlange vor dem Kassenhäuschen ersparen willst, kannst du dir das Seilbahnticket auch schon vorab online kaufen. Mit der Seilbahn wieder unten angelangt, gehst du noch ein paar Schritte bis zur Mureta da Urca. Dieses Mäuerchen, auf dem man gut sitzen kann, hat sich seit kurzem zum beliebtesten Open-Air-Treffpunkt der Stadt entwickelt. Getränke holt man sich von den Bars auf der anderen Straßenseite.

In unserem Artikel Zuckerhut und Umgebung beschreiben wir ausführlich, was du für den Besuch des Zuckerhuts und dem anschließenden Spaziergang durch den Stadtteil Urca wissen musst.

Das aus europäischer Sicht bekannteste Wahrzeichen Rios ist der Zuckerhut

Die Treppe von Selarón

Der chilenische Künstler Selarón hat ab 1990 über 25 Jahre lang eine öffentliche Treppe, die von Lapa aus bis zum Kloster von Santa Teresa hochführt, mit bunten Fliesen aus über 60 Ländern bestückt. Nach seinem Tod wurde sie wider Erwarten zu einem immer größeren Besuchermagneten, und mit ihr die netten und preiswerten Bars gleich unterhalb. Danach ist es zu Fuß nicht mehr weit bis zum Kaffeehaus Colombo im Zentrum sowie zu der alten Tram, die nach Santa Teresa hochfährt.

Weltweit einmalig: die bunte Fliesentreppe des Künstlers Selarón

Kaffeehaus Confeitaria Colombo

Kaum jemand kehrt bei einem Streifzug durch das Zentrum nicht in dieses luxuriöse Café ein, es ist eines der größten der Welt und besticht durch mehrere gewaltige Spiegel und das Jugendstildekor. Das ganze Interieur wurde im Gründungsjahr 1894 aus Europa importiert. Der Kaffee ist noch passabel, die Törtchen sind dafür ganz exquisit. Ganz billig ist der Spaß aber nicht, viele schießen daher nur die Fotos und gehen dann wieder.

Ein Törtchen im Kaffeehaus Confeitaria Colombo ist ein Muss

Mit einer alten Tram durch Santa Teresa

Vom Colombo aus ist man schnell zu Fuß bei der End- oder Talstation der hier Bonde genannten Straßenbahn. Vom Zentrum aus fährt sie erst über einen früheren Aquädukt namens Arcos da Lapa und dann hoch nach Santa Teresa, dem berühmten Künstlerviertel. Am besten steigt man am Platz Largo do Guimarães aus und streift dann zu Fuß an den Schienen entlang. Es gibt mehrere Lokale und Kunsthandwerksläden und allgemein fühlt man sich ins 19. Jahrhundert zurückversetzt. Am Abend sind einige der charmanten Gassen jedoch verwaist. Man sollte daher generell etwas aufpassen, einsame Pfade vermeiden und im Zweifel ein Taxi oder Uber bestellen.

Beliebtes Programm: die Fahrt mit einer alten Straßenbahn nach Santa Teresa

Weitere Sehenswürdigkeiten 

Natürlich kannst du dir in Rio auch noch viele andere Sachen ansehen. So gibt es zum Beispiel das wunderbar renovierte neue Hafenviertel mit dem sensationellen Museu do Amanhã, einem architektonischen Glanzstück und neuestes Wahrzeichen von Rio. Und im gleich nebenan gelegenen Zentrum findet sich eine Unmenge von sehenswerten historischen Gebäuden, die mit den glitzernden Bürotürmen rundherum kontrastieren.

Ein Highlight sind weiterhin die vielen Parks und Grünanlagen in der Stadt. Selbst den weltgrößten innerstädtischen Urwald hat Rio mit dem Nationalpark von Tijuca zu bieten.

Last but not least empfehle ich auch immer, sich mal aus den Touristenvierteln heraus zu begeben und andere Stadtteile zu erkunden. Denn auch in Flamengo, Botafogo, Humaitá, Catete, Glória, Gávea, Leblon oder rund um die Lagoa Rodrigo de Freitas gibt es ein interessantes Großstadtleben zu entdecken.

Mehr Ideen für deinen Rio-Aufenthalt findest du in meinen Büchern Stefan Loose Travel Handbuch Brasilien, DuMont Reise-Handbuch Brasilien und DuMont direkt Rio de Janeiro.

Neuestes Highlight in Rio: das spektakuläre Museu do Amanhã

Touren, Ausflüge und Aktivitäten

Rio ist riesig, häufig buchen Gäste zu Beginn eine geführte Stadtrundfahrt, um einen Überblick und eine erste Orientierung zu gewinnen. Auch der Besuch einer Favela sowie eine Fahrt durch den Nationalpark sollten mit einem Guide geschehen, ebenso der Tagesausflug nach Petrópolis. Alles andere kann man auch auf eigene Faust durchführen oder organisieren, zum Beispiel kleinere Ausflüge zu den Stränden der Westzone, einem Aussichtsfelsen, der Nachbarstadt Niterói, sowie Spaziergänge durchs Zentrum oder um eine Lagune, eine Bootsfahrt, einen Gleitschirmflug, den Besuch eines Fußballspiels oder einen Kochkurs.

Touren in Rio de Janeiro

Für private Stadtrundfahrten steht der deutsche Guide Helmuth Taubald zur Verfügung, er lebt schon lange in Rio und ist auch Mitautor mehrerer Reiseführer zu Brasilien und Rio im DuMont-Verlag und bei Stefan Loose. Favela-Touren sind dagegen nicht mehr so in Mode wie früher, aber natürlich eine besondere Erfahrung. Eine Agentur bietet die interessante Kombination eines Favela-Besuchs mit dem umliegenden Nationalpark an. Selbstverständlich kannst du auch nur den Nationalpark von Tijuca besuchen, dafür solltest du dich einer der bewährten Agenturen anvertrauen.

Und dann gibt es noch die Bootsfahrten, die in Rio nicht ins offene Meer hinausgehen, sondern innerhalb der großen Bucht von Guanabara stattfinden. Start ist bei der Marina da Glória kurz vor dem Zentrum. Man genießt dabei sowohl den Blick auf Rio als auch auf die Nachbarstadt Niterói. Und es gibt auch abendliche Party-Ausfahrten mit viel Caipirinha und Musik.

Der Nationalpark von Tijuca ist der größte städtische Regenwald der Welt

Ausflüge in die Umgebung von Rio de Janeiro

Rios Westzone liegt so weit entfernt, dass sie sich für einen Tagesausflug anbietet. Am äußersten Ende der Stadt finden sich unter anderem zwei besondere Naturstrände, zuerst gelangst du nach Prainha und zwei Kilometer weiter nach Grumari. Beides ist landschaftlich sehr reizvoll. Auf halbem Weg dahin lohnt sich auch ein Stopp in dem großen modernen Viertel Barra da Tijuca. Von der Südzone kommend fährt man bis zur Metro-Endstation Jardim Oceânica, von da geht es zu Fuß oder per Taxi/Uber weiter zu einem fabelhaften, 14 Kilometer langen Strand.

Der Felsen Pedra do Telégrafo liegt schon außerhalb der Stadt in Guaratiba, aber nicht weit von den Stränden Prainha und Grumari. Dort angekommen, warten gleich Mototaxis, die ein Stück den Berg hinauffahren, und dann geht es noch 30 Minuten zu Fuß hoch. Oben bietet sich ein berauschender Blick, und es sieht so aus, als stünde man gefährlichst an einem steilen Felsabhang: ein Alpinismus-Fake und in Brasilien absoluter Instagram-Hit.

An der anderen Seite der Bucht von Guanabara liegt die Nachbarstadt Niterói, sie ist berühmt für den besten Blick auf Rio, besonders von der Praia de Icaraí aus sowie von einer mehr als 300 Meter hoch gelegenen Rampe im Stadtpark. Weiteres Highlight ist ein Museum von Oscar Niemeyer in Form einer fliegenden Untertasse, vom Strand von Icaraí aus ist es bereits zu sehen. Diesen Ausflug kannst du sowohl auf eigene Faust machen als auch eine geführte Tour buchen.

Gut eine Autostunde aus Rio heraus ist man in einer anderen Welt, mit Bergen, Wald und Serpentinenstraßen bis hoch nach Petrópolis, der Sommerresidenz der Kaiserfamilie. Außer dem Naturerlebnis während der Fahrt und dem frischeren Klima bietet die Stadt mit dem Kaiserpalast und den vielen Villen einen guten Eindruck vom damaligen höfischen Leben, eine Zeitreise in die Vergangenheit weit ab von der Hektik der Großstadt. Diese Tour ist recht schwierig mit öffentlichen Verkehrsmitteln selbständig durchzuführen, auch da in Petrópolis alles weit auseinanderliegt. Bequemer ist es mit einer privaten Tour.

Schönes Ausflugsziel: Rios Nachbarstadt Niterói mit dem futuristischen Museu de Arte Contemporânea

Besondere Erlebnisse

Das Zentrum von Rio ist weniger bekannt, lohnt aber unbedingt einen Rundgang. Anders als an den Strandvierteln findet sich hier noch viel historische Architektur. Start sollte am besten an dem Platz Cinelândia sein, dort befindet sich auch eine Metrostation. Allerdings musst du wissen, dass sonntags alles geschlossen und ausgestorben ist. An diesem Wochentag ist der Rundgang, ebenso wie an nationalen Feiertagen, nicht zu empfehlen, auch wegen der Sicherheit.

Hinter Ipanema liegt eine große Lagune, die Lagoa Rodrigo de Freitas mit einem Umfang von 7,5 Kilometer. Am besten geht man an der linken Seite halb um die Lagune herum und besucht dann den nahen Botanischen Garten und/oder den Parque Lage.

Angeblich fliegen nirgendwo so viele Drachen oder Gleitschirme wie im Viertel São Conrado in Rio, auf jeden Fall ist es eine bei Touristen sehr beliebte Aktivität. Tandemflüge bieten mehrere Anbieter, die mit den örtlichen Windverhältnissen bestens vertraut sind.

Fußballfans lassen es sich nicht nehmen, einmal bei einem Spiel im berühmten Maracanã dabei zu sein. Karten bekommt man ab einem Monat vor dem Spiel, meistens auch kurzfristig, da die Spiele nur selten ausverkauft sind. Am einfachsten, nur teurer, ist ein Ticketkauf über das Hotel, ansonsten geht es auch direkt bei den Clubs. Die Hotels bieten übrigens oft auch die Transfers dazu an, ansonsten musst du dich per Metro bis zur Station Maracanã begeben.

Einzigartiges Erlebnis: Paragliding über der Cidade Maravilhosa

Essen & Trinken in Rio de Janeiro

Nach São Paulo finden sich in keiner anderen Stadt Südamerikas so viele Restaurants und Bars wie in Rio. Ab 12 Uhr sind alle durchgehend geöffnet und selten überfüllt, auch abends muss man fast nie reservieren. Es gibt genügend Optionen für jeden Geldbeutel, selbst in den touristischen Vierteln. Tagsüber bieten viele Lokale einen günstigen Mittagstisch für vier bis fünf Euro. Andere Gerichte kommen oft so üppig auf den Tisch, dass sie für zwei reichen. Fast nie fehlen auf dem Teller die sehr gesunden schwarzen Bohnen (feijão), dazu Reis und Pommes frites sowie Hähnchen, Fisch oder Fleisch.

In den Vierteln der Südzone ist auch die internationale Küche präsent, vor allem die japanische und italienische. Auch Gourmets kommen hier voll auf ihre Kosten. Vegetarisches findet man schon weniger, aber die sehr verbreiteten Self-Service-Lokale, in denen nach Gewicht abgerechnet wird, bieten neben den üblichen Hauptspeisen ein großes Salat- und Beilagenbuffet.

Getrunken wird in Rio meistens kühles Bier, entweder vom Fass (chope) oder in Flaschen (300 oder 600 ml). Um die Temperatur zu halten, werden die größeren Flaschen gleich mit einem Kühlbehälter serviert, der hier Camisinha (Kondom) heißt. Am Abend bestellt man dann auch häufiger Cocktails, vor allem die traditionelle brasilianische Caipirinha aus Zuckerrohrschnaps (cachaça).

Hier stelle ich einige empfehlenswerte Restaurants in Rio ausführlicher vor. Und hier findest du weitere Infos zu Essen und Trinken in Brasilien insgesamt.

Churrascarias

Der Besuch einer Churrascaria ist hier fast so heilig wie ein Tempelbesuch in Laos, in jedem Viertel finden sich mehrere. Man zahlt einen Fixpreis, je nach Lokal zwischen 15 und 50 Euro, und lässt dann die Kellner alle paar Minuten eine andere Fleischsorte bringen beziehungsweise am Tisch von einem langen Spieß abschneiden. Die Qualität des Fleisches ist hervorragend und hält jeden Vergleich mit argentinischen Steaks stand. Und natürlich gibt es dazu noch ein reiches Salat- und Beilagenbuffet.

Die Churrascaria Palace ist das traditionellste Fleischrestaurant in Rio

Das Nationalgericht Feijoada

Dieser ebenso leckere wie üppige Fleischeintopf war früher das Resteessen der Sklaven und wurde später in Rio zum brasilianischen Nationalgericht gekürt. Seitdem wird es vor allem samstags in vielen Lokalen angeboten, meist schon in weniger fettreicher Form. Dazu gibt es Reis, schwarze Bohnen, Grünkohl, eine Apfelsine und oft noch eine Caipirinha oder ein Bier. Traditionell darf die Feijoada auch bei Samba- und Karnevalsfesten nie fehlen. Also: Bom apetite!

Die Feijoada gilt als das Nationalgericht Brasiliens

Kochkurs in Rio

Hoch im Kurs steht auch das Kennenlernen der exotischen kulinarischen Welten Brasiliens. Wer sich dafür interessiert, kann bei einem Koch-Crashkurs in die Geheimnisse der brasilianischen Kochkunst eintauchen. Du bereitest unter englischsprachiger Anleitung ein brasilianisches Fünf-Gänge-Menü zu, dazu mixt du dir natürlich reichlich Caipirinha unter dem Motto „All you can make (and drink …)“. Vom selben Team stammt auch eine Brazilian Fruit Tasting Session, bei der Einheimische auf Märkten durch die brasilianische Früchtewelt führen. Man schlemmt sich in zwei Stunden durch die herrlichsten Tropenfrüchte und lernt noch was dabei.

Der Spaß kommt nicht zu kurz bei einem brasilianischen Kochkurs

Nachtleben in Rio de Janeiro

Rio bietet natürlich ein ausgeprägtes Nachtleben, vergleichbar mit São Paulo, Buenos Aires und Mexiko City. Die Cariocas sind berühmt für ihre Lust am Feiern, Singen und Tanzen. Auch wenn man die Texte nicht versteht, beeindruckt immer die ausgelassene Stimmung, lockere Atmosphäre und auch die Fremdenfreundlichkeit, leicht kommt man in Kontakt und wird integriert.

In Copacabana, Ipanema und Leblon sind es vom Hotel oft nur wenige Schritte bis zu einer belebten Bar in Strandnähe. In Urca unter dem Zuckerhut hat sich so etwas wie der brasilianische Malecón entwickelt. Rios beliebteste Nightlife-Meile liegt aber in Lapa nahe dem Zentrum. Und im Zentrum selbst ist noch die After-Work-Party in der Rua do Ouvidor besuchenswert.

Hotspot in Rio: die Straßenbars von Lapa

Hier die Hotspots im Einzelnen:

Bars in Copacabana, Ipanema und Leblon

An der langen Promenade der Copacabana reiht sich eine Bar an die andere. Viele bieten schon ab nachmittags Livemusik der verschiedensten Stilrichtungen. Auch kleinere Gerichte bekommt man überall. Am Anfang von Ipanema lockt die wunderschöne Bar „Boa Praça“ mit großem Außenbereich, gutem Essen, speziellen Drinks und Livemusik. Und in Leblon gibt es eine ganze Straße, die Rua Dias Ferreira, wo sich Rios gebräunte und durchtrainierte Upper-Class-Jugend trifft.

Auf Rios Malecón in Urca unterm Zuckerhut

Am Ufer der Bucht von Guanabara verläuft ein Mäuerchen, das sich zu einem der Haupttreffpunkte von Rio entwickelt hat. Am Wochenende bekommt man ab nachmittags schon kaum noch einen Sitzplatz. Die anderen Tage konzentriert sich das Leben an zwei Abschnitten: Ganz am Ende vor der Bar Urca trifft man sich an der augenzwinkernd sogenannten „Mureta do rico“ (Mauer der Reichen, Bier etwas teurer) – dort liegt auch eine schicke schwimmende Bar im Wasser. Und etwa in der Mitte liegt das entsprechende Gegenstück, die „Mureta do pobre“ (Mauer der Armen), wo das Bier günstiger zu haben ist.

After-Work-Party im Zentrum

Außer sonntags treffen sich nach der Arbeit viele Angestellte am Ende der Rua do Ouvidor, einer der ältesten Gassen von Rio. Am Samstag spielen ab 16 Uhr auch Samba-Bands und fast alle bestellen die traditionelle Feijoada zu einem hier recht günstigem Preis.

Nightlife geballt in Lapa

In der Rua Mem de Sá im zentrumsnahen historischen Viertel Lapa trifft sich zum Wochenende hin die halbe Stadt. In den vielen Bars wird meistens Samba-Livemusik gespielt. Gemischter ist das Musikangebot in der schönen Bar Leviano, wo man auch draußen sitzen kann. Richtig mitreißend ist es hier freitags und samstags, das eher jüngere Publikum singt mit und keiner bleibt still am Tisch sitzen. Der Klassiker in Lapa ist aber das Rio Scenarium am Ende der Rua do Lavradio, ein riesiger Sambaschuppen auf drei Etagen voller edler Antiquitäten und mit erstklassiger Livemusik. Es gibt viele Tische, vor der Bühne wird auch getanzt, das Publikum umfasst alle Altersgruppen.

Das Rio Scenarium ist eine Institution in Rios Nachtleben

Shopping/Einkaufstipps

Rio bietet neben São Paulo die besten Einkaufsmöglichkeiten in Brasilien. Auch deswegen lohnt es sich, die Stadt am Ende der Reise noch einmal zu besuchen. Denn die vielen Taschen und Tüten nach einer Shopping-Tour müssen ja auch irgendwie transportiert werden. Mehr zu den Einkaufsmöglichkeiten in Rio de Janeiro findest du hier.

Typische Souvenirs

Kaum ein Rio-Besucher verlässt die Stadt ohne ein Erinnerungsstück oder Mitbringsel „Made in Brazil“. Besonders gerne werden vor allem Bikinis und Bademode gekauft, außerdem die weltberühmten Havaianas, also die brasilianische Version der Flipflops. Auch Schmuck und Edelsteine, brasilianische Musik-CDs, Sonnenbrillen zum Beispiel der Marke Chilli Beans, der Zuckerrohrschnaps Cachaça, Fußballtrikots und Kunsthandwerk stehen hoch im Kurs.

Einkaufszentren (Shoppings)

Die klimatisierten Einkaufszentren – in Brasilien werden sie schlicht „Shopping“ genannt – sind bei Einheimischen überaus beliebt. Abends dienen die Lokale als Treffpunkte, auch moderne Kinosäle sind meistens zu finden.

In Barra da Tijuca, weit draußen in der Westzone, gilt das Mega-Einkaufszentrum Barra Shopping als das größte Brasiliens.

Für die meisten Touristen sind jedoch deutlich näher und einfacher zu erreichen das zwischen Copacabana und Zuckerhut gelegene Rio Sul Shopping, das Botafogo Praia Shopping sowie die beiden schicken Einkaufstempel in Leblon: Shopping Leblon und gleich gegenüber liegend Rio Design Leblon.

Günstige Lage nahe den wichtigsten Touristenvierteln: das Einkaufszentrum Shopping Leblon

Zum selbst Entdecken

  • Ipanema: Die exklusivsten Geschäfte von Rio liegen in der Rua Garcia d’Ávila und der Rua Anibal Mendonça. Entlang der Rua Visconde de Pirajá befinden sich exquisite Galerien mit Buchläden, Cafés und Boutiquen. Eine hohe Dichte an Topläden bieten zum Beispiel das Forum Ipanema (Rua Visconde de Pirajá 351) und die Galeria Ipanema 2000 (Rua Visconde de Pirajá 547).
  • Leblon: Das Pendant im noch feineren Leblon sind die Straßenzüge Avenida Ataulfo de Paiva und Rua Dias Ferreira, wo sich unter anderem erfolgreiche Modedesigner niedergelassen haben.
  • Copacabana: Hier sind die Preise im Durchschnitt etwas günstiger. Wichtigste Einkaufsstraße ist die verkehrsreiche Avenida Nossa Senhora de Copacabana, viele nette Geschäfte verteilen sich in den Nebenstraßen, zum Beispiel in der Rua Santa Clara.
  • Zentrum: In Rios Zentrum werden vor allem günstigere Waren rund um die Avenida Sete de Setembro und in der populären Einkaufszone SAARA angeboten.
  • Strände: Darüber hinaus kann es sich durchaus lohnen, auch mal einen Blick auf die Angebote der fliegenden Händler an den Stränden von Copacabana und Ipanema zu werfen. Bikinis, nach Wunsch verschieden kombinierbar, Strandbekleidung und Tücher sind oft günstig zu finden.
Bummel durch die schönen Straßen von Leblon

Schöne Straßenmärkte

An Wochenenden ist Rio ein regelrechtes Paradies für Flohmarktgänger, Antiquitäten- und Trödelliebhaber und Freunde des  Kunsthandwerks. Gleich mehrere feste Märkte haben sich zu festen Institutionen entwickelt. Häufig wird auf diesen Märkten noch schwungvolle Livemusik gespielt, man kann gut essen und trinken, viele verbringen den halben Tag dort.

Am bekanntesten und beliebtesten sind die Antiquitätenmärkte Feira do Lavradio (Feira do Rio Antigo) und Feira de Antiguidades da Praça Quinze.

Die Feira Hippie in Ipanema lebt noch von ihrem legendären Ruf aus den 1970er-Jahren. Und auf dem abendlichen Straßenmarkt Feira de Artesanato de Copacabana lässt sich alles Mögliche finden.

Stöbern und Anprobieren auf dem berühmtesten Markt von Rio

Weltberühmte Sandalen

Kaum ein Tourist, der nicht mindestens ein Paar der berühmten Flipflops Havaianas kauft. Von den vielen Filialen in Rio sticht das Geschäft in Ipanema durch ausgefallene Sonderanfertigungen hervor, zum Beispiel mit Swarovski-Strasssteinen besetzte Riemen, aber auch die einfarbigen Klassiker mit Brasilien-Flagge sind hier erhältlich. Eine noch größere Auswahl findest du in der Filiale in Copacabana.

Weltberühmte Schlappen: Havaianas sind in Rio in allen Farben und Formaten erhältlich

Supermärkte

In Rios touristischen Vierteln gibt es jede Menge Supermärkte, die vom Hotel aus meist in wenigen Schritten erreichbar sind. Du fragst an der Rezeption einfach nach dem „supermercado mais próximo“.

Am besten ist die Kette Hortifruti, die ein Riesensortiment an frischem Obst und Gemüse sowie hygienisch verpackte Lebensmitteln aufbietet. Ebenfalls weit verbreitet ist die Kette Zona Sul, die viele Qualitätswaren im Programm hat und deren Filialen fast durchgängig geöffnet sind.

Rio de Janeiro mit Kind

Wer in Rio mit einem Hund oder Kind unterwegs ist, genießt stets besondere Aufmerksamkeit. Brasilianer sind außerordentlich tier- und kinderlieb. Schnell entstehen so auch (flüchtige) Kontakte und alle helfen sofort bei eventuellen Problemen.

Für die meisten Kinder sorgen Rios Strände schon für höchstes Urlaubsvergnügen. Abschnitte ohne höhere Wellen finden sich am Ende der Copacabana beim Posto 6, an der Praia Vermelha unterm Zuckerhut sowie weit außerhalb am Ende von Grumari. Und wenn mal ein Kind verloren geht, hört man am „Fundort“ sofort lautes Klatschen der Badegäste.

Auf der Straße muss man mit Kindern noch mehr aufpassen, da Zebrastreifen weniger beachtet werden als daheim. Rad- und Skateboardfahrer halten sich auch weniger an die Regeln, daher stets überall nach links und rechts schauen. Auch sollte das Kind immer ein Schild mit Namen, Hoteladresse und Telefon der Eltern mit sich tragen.

Außer Strand bietet Rio für Kinder natürlich noch viel mehr. Wie wär’s mit einem Besuch im AquaRio im Hafengebiet, dem größten Aquarium Südamerikas? Oder dem Zoologischen Garten BioParque do Rio? Oder dem Tivoli Park, einem großen Vergnügungspark im Stadtteil Barra da Tijuca?

Und dann hat Rio ja noch den größten städtischen Nationalpark der Welt, der Parque Nacional da Tijuca mit Affen und anderen Tierchen, die das Kinderherz höher schlagen lassen. Und, last but not least, ist die Auffahrt mit der großen Gondel zum Zuckerhut für die ganze Familie ein Highlight an sich.

Tipps für deinen Aufenthalt in Rio de Janeiro

Rio de Janeiro ist eine Riesenmetropole, für die es sich lohnt, ein wenig im Voraus zu planen. Die folgenden Tipps werden dir helfen, aus deinem Rio-Besuch das Beste herauszuholen.

Hotels und Unterkünfte

Die Auswahl an Hotels und Unterkünften in Rio ist riesig. Und wegen des großen Angebots findet auch jeder problemlos ein gutes Zimmer, vorausgesetzt man kommt nicht gerade zum Karneval oder über Silvester, denn dann ist Rio ausgebucht.

Hotelzimmer in Rio sind nicht mehr so teuer wie noch vor ein paar Jahren, dennoch könnte das Preis-Leistungs-Verhältnis insgesamt besser sein. Beachte: In Rio zahlt man vor allem für die (Strand-)Lage. Im Vergleich zu anderen Orten in Brasilien ist Rio eine der teuersten Städte. Dennoch ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. Du kannst sowohl in einem günstigen Hostel mit Schlafsälen übernachten als auch viele Hundert Euro für die allerschönste Luxus-Suite ausgeben.

Hier einige Tipps:

Rio de Janeiro: Wo übernachten?

Wie in den meisten Millionenstädten sollte man sich auch in Rio vorab ein paar Gedanken machen, wo man übernachten möchte. Denn die Fortbewegung ist aufgrund der oft vollgestopften Straßen und der überfüllten Metrozüge mitunter mühsam und langwierig. Wer vor allem wegen der großartigen Stadtstrände nach Rio kommt, sollte sich am besten auch gleich dort einmieten. Wer dagegen auch viele der Sehenswürdigkeiten im Zentrum und den umliegenden Stadtteilen sehen will, könnte auch eine Unterkunft im günstigeren Innenstadtbereich in Erwägung ziehen.

Grundsätzlich kannst du Hotels in Rio auch spontan vor Ort noch buchen. Das gilt selbstverständlich nicht zum Karneval, über Silvester und an anderen großen Feiertagen wie Ostern. Allerdings empfiehlt es sich auch zu anderen Zeiten, vorab mal online zu recherchieren, weil Stadt und Angebot so groß sind. Die beliebtesten Unterkünfte sind oft weit im Voraus ausgebucht.

Aufgrund langjähriger Erfahrung empfehle ich Booking.com als Hotelsuchmaschine für Rio de Janeiro. Die zahllosen Unterkünfte der Metropole kannst du dir dort einfach und schnell nach Stadtteilen sortiert anzeigen lassen.

In Rios Stadthotels oft vorhanden: Dachterrasse mit Pool und Aussicht

Folgende Stadtteile sind zum Übernachten beliebt:

Hotels in Copacabana, Leme und Arpoador

Die meisten Touristen suchen sich eine Unterkunft im legendärsten Stadtteil von Rio, an der weltberühmten Copacabana. Hier liegt der Traumstrand gleich vor der Haustür, es gibt im Viertel Unmengen von Restaurants und Bars und die Lage ist insgesamt aufgrund der Nähe zum Zentrum und nach Ipanema ideal. Abseits vom Strand sorgt in den kleinen Wohnstraßen ein alter Baumbestand für angenehm kühlenden Schatten. Mit gleich drei Metrostationen und unzähligen Bushaltestellen ist die öffentliche Verkehrsanbindung hervorragend. Der winzige Stadtteil Leme besitzt dieselben Qualitäten und gehört eigentlich fast zur Copacabana dazu. An die südliche Seite der Copacabana grenzt der Mini-Bezirk Arpoador, der eigentlich kein eigenständiger Stadtteil ist und gefühlt zur Hälfte schon zu Ipanema zählt. Hier findest du die logistisch beste Position für deinen Aufenthalt, exakt zwischen den beiden berühmtesten Traumstränden von Rio.

Hotels in Ipanema und Leblon

Ipanema unterscheidet sich von Copacabana dadurch, dass der Stadtteil moderner, schicker und nobler ist. Es gibt weniger Hotels, diese sind dafür im Durchschnitt besser und teurer. Auch in Ipanema gibt es einen tollen Strand und viele wunderbare, von hohen, alten Bäumen gesäumte Straßen, in denen sich zahlreiche Restaurants, Boutiquen und Bars verbergen. Zudem befinden sich im Nachbarstadtteil Leblon, der noch ein Stück nobler ist, zwei der besten Shoppingmalls der Stadt. Dort liegt auch eine der längsten und beliebtesten Restaurantmeilen Südamerikas, die Rua Dias Ferreira. Sowohl Ipanema als auch Leblon sind an die Metro angebunden.

Hotels in Santa Teresa

Santa Teresa liegt nicht am Strand, sondern auf einem Hügel beim Zentrum. In den alten Villen des Künstler- und Bohème-Viertels befindet sich die höchste Dichte an charmanten Boutiquehotels in Rio, von wo aus sich oft herrliche Aussichten auf die Stadt bieten. Auch ein paar günstigere Unterkünfte sind vorhanden. Ein weiterer Vorteil ist die Nähe zum wichtigsten Nightlife-Stadtteil Lapa, aber auch in Santa Teresa selbst herrscht kein Mangel an urigen Kneipen. Nachteilhaft ist nur die komplizierte Verkehrsanbindung an die übrigen Stadtteile, denn um in andere Gegenden zu gelangen, ist man auf Taxi oder Uber angewiesen.

Hotels in Flamengo, Botafogo und Catete

In den Innenstadtvierteln Flamengo, Botafogo und Catete, wo Rios Mittelschicht lebt, gibt es ebenfalls viele Hotels, Bars und Restaurants. Die Preise sind hier deutlich erschwinglicher als an den berühmten Stränden oder in Santa Teresa. Und mit der Metro ist man recht schnell in Copacabana, Ipanema oder im Zentrum. Auch bis zur Nightlife-Hochburg Lapa ist es nicht weit. Für Preisbewusste könnte es eine interessante Alternative sein, denn auch diese weniger touristischen Stadtteile haben einiges zu bieten.

Hotels in Barra da Tijuca

Barra da Tijuca liegt in der Westzone (Zona Oeste) von Rio de Janeiro, weit entfernt vom Zuckerhut und den übrigen Sehenswürdigkeiten der Südzone und des Zentrums. Für die meisten Besucher fühlt es sich irgendwie nicht nach Rio an, weswegen sich auch kaum internationale Reisende hierher verirren. Trotzdem quartieren sich ab und zu manche hier ein, denn die Strände sind wirklich schön und es gibt exzellente moderne Hotels.

Hotels am Internationalen Flughafen

Falls du direkt am Internationalen Flughafen Galeão auf der Ilha do Governador übernachten möchtest, findest du hier entsprechende Unterkünfte.

Besondere Hoteltipps

Einige besonders empfehlenswerte Unterkünfte stellen wir in den allgemeinen Tipps zu Hotels und Unterkünften in Rio de Janeiro ausführlicher vor.

Komfortable Suite im Santa Teresa M Gallery Hotel

Öffentliche Verkehrsmittel

In Rio hast du die Wahl zwischen Bus, Taxi/Uber, U-Bahn/Metro und Straßenbahn. Am ehesten zu empfehlen ist Uber. Taxis gibt es auch reichlich, aber sie kosten etwa das Doppelte. Bei Bussen ist es nicht immer leicht, die richtige Linie und Haltestelle zu finden, auch lassen Komfort und Sicherheit oft zu wünschen übrig. Die U-Bahn ist dagegen absolut sicher, sauber und klimatisiert. Straßenbahnen gibt es nur im Zentrum und in Santa Teresa.

Hier findest du eine ausführliche Vorstellung aller öffentlichen Verkehrsmittel in Rio de Janeiro.

Sightseeing inbegriffen: eine Fahrt mit der Straßenbahn VLT durchs renovierte Hafenviertel von Rio de Janeiro

Bus

Rios Hauptverkehrsmittel ist nach wie vor der Bus. In den besseren und zugleich touristischen Vierteln muss man selten länger als zehn Minuten warten. An der Frontscheibe erscheinen die Nummer der Buslinie, die Zielstadtteile und der Preis. Man steigt vorne ein (später hinten aus), zahlt beim Schaffner den Einheitspreis mit möglichst passendem Kleingeld, geht dann durch eine Drehtür weiter hinein und hält sich, falls man keinen Sitzplatz erwischt, gut fest, denn der Fahrstil ist meist rasant. Auch kommt man oft ins Schwitzen, da viele Busse nicht klimatisiert sind.

Taxi und Fahrdienste

In Rios Straßen fahren oft mehr Taxis als andere PKWs, die gelbe Farbe ist dominierend. Taxistände gibt es weniger, man hält einfach ein fahrendes Taxi an. In der Regel ist das Taxameter eingeschaltet, man sollte immer darauf achten. Am sichersten sind solche Taxis, bei denen seitlich noch eine Firma mit Telefon angegeben ist.

Preislich ist Taxifahren recht günstig, aber Uber im Schnitt nochmal 50 Prozent billiger, nur schwanken da die Preise je nach Uhrzeit und Wetter. Man braucht natürlich die App und Internet, in wenigen Minuten kommt dann bereits ein Fahrer. Da aber das GPS nicht so genau ist, kommt es manchmal vor, dass man an der falschen Straßenseite steht. Ansonsten ist Uber perfekt, einfach, schnell, sicher, komfortabel und preiswert.

U-Bahn/Metro

Rios U-Bahn-Netz ist nicht sehr stark ausgebaut, aber die Hauptlinie führt durch alle für Touristen interessanten Viertel. Vom Hotel bis zur nächsten Metrostation muss man oft ein ziemliches Stück laufen, die Bahn verkehrt auch nur bis 23 Uhr, ist aber ansonsten sehr zu empfehlen und übertrifft fast europäische Standards. Nur sieht man halt auf der Fahrt nichts von der Stadt.

Straßenbahn (VLT) und Tram (Bonde)

Die modernen neuen Straßenbahnen werden VLT genannt und fahren in Rio bisher nur im Zentrum und im Hafenviertel. Die Strecken sind attraktiv, unter anderem geht es am Museu do Amanhã vorbei, und die Haltestellen gepflegt. Eine Mitfahrt in der VLT ist fast ein bisschen wie ein günstiges Sightseeing-Programm.

Außerdem gibt es noch die die alte Tram (Bonde), die sich zwischen Zentrum und Santa Teresa fototrächtig über ein Aquädukt hoch in die Berge ruckelt. Eine Tramfahrt nach Santa Teresa gehört für viele Rio-Urlauber schon zum festen Urlaubsprogramm dazu.

Fähren

Ab der Estação das Barcas an der Praça 15 de Novembro im Zentrum fahren auch Fähren (Barcas) ab, welche die Bucht von Guanabara über- oder durchqueren.

Eine Linie führt zur hübschen kleinen Insel Paquetá, die man nach etwa einer Stunde erreicht, ideal für einen Tagesausflug. Start ist gegen 10 Uhr, die Rückfahrt gegen 16 Uhr. Die andere Linie geht zur besuchenswerten Nachbarstadt Niterói, hier dauert die Überfahrt ungefähr 30 Minuten.

Ein Stadtbus der Linie 107 fährt durch Urca

Budget: Wie teuer ist Rio de Janeiro?

Rio und São Paulo sind die teuersten Städte Brasiliens, doch teurer als in Mitteleuropa wird es kaum, auch gibt es viele günstige Angebote.

Ein Doppelzimmer in einem Mittelklassehotel an der Copacabana bekommst du für 80 Euro, nur über Silvester und Karneval kostet es das Dreifache. Restaurants bieten fast alle einen Mittagstisch für 5 bis 6 Euro an. Abends kostet ein Gericht, das aber oft für zwei reicht, ab 8 Euro, im Buffetrestaurant ist es meist noch günstiger. Und die berühmten Fleisch-Churrascarias nehmen ab 15 Euro pro Person, dafür darf man unbegrenzt futtern.

Getränke sind auch noch recht günstig. Für einen Euro bekommst du an der Straße eine kleine Flasche Wasser oder eine Tasse Milchkaffee oder eine Dose Bier, die Caipirinha gibt’s ab 2 Euro.

Taxifahren ist in Rio viel preiswerter als daheim, mit Uber ist es dann nochmal 50 Prozent billiger, für Bus und Metro zahlst du circa einen Euro.

Höhere Eintritte von 20 bis 25 Euro fallen nur beim Christus und Zuckerhut an sowie beim Botanischen Garten (15 Euro). Andere Sehenswürdigkeiten sind hier bedeutend günstiger, Museen verlangen nur wenig, und Kirchenbesuche sind meist gratis. Musiklokale nehmen für die Band meist nur 2 bis 4 Euro, lediglich im berühmten Sambaschuppen Rio Scenarium wird es mit 10 Euro schon etwas teuer.

Und wenn man am Strand einen Stuhl und Sonnenschirm mietet, kann es bis 8 Euro kosten. Die besseren Hotels besitzen aber eigene Liegestühle, die man nicht extra bezahlen muss.

Senioren ab 60 Jahren erhalten in vielen Museen und Sehenswürdigkeiten in Brasilien 50 Prozent Ermäßigung gegen Vorlage eines offiziellen Ausweises. Es lohnt sich, stets vor der Bezahlung an der Kasse nachzufragen.

Geldautomaten/Geld abheben

Nach Ankunft am Internationalen Flughafen

Es ist ratsam, sich gleich am Anfang mit etwas Bargeld einzudecken. Die am Internationalen Flughafen befindlichen Wechselstuben (Câmbio) sind allerdings weniger empfehlenswert, denn sie tauschen zu einem deutlich ungünstigeren Kurs als in der Stadt. Besser ist es daher, sich an einem der Geldautomaten (Caixa eletrônico) mit Cash einzudecken.

Darüber hinaus ist es nicht verkehrt, einen zusätzlichen Betrag in Euro beziehungsweise Schweizer Franken als Reserve mitzubringen, und diesen bei Bedarf später in einer Wechselstube in der Stadt einzutauschen.

Geldwechsel

Da man in Rio ziemlich leicht mit einer EC- oder Kreditkarte an Geld kommt, brauchst du heimisches Bargeld wie gesagt nur als Reserve für Notfälle.

Wer umtauschen möchte, geht nicht zu einer Bank, sondern zu einer Wechselstube (Câmbio). Diese sind häufig Reisebüros angeschlossen.

Geldautomaten in Rio

Mit einer EC-Karte oder Kreditkarte (jeweils mit PIN-Nummer) bekommst du recht problemlos Geld an Automaten von Bradesco und Banco do Brasil. Bei anderen Banken wie Itaú oder Caixa ist keine Abhebung möglich.

Automaten von Banco 24 Horas wirst du zwar in vielen Tankstellen, Supermärkten, Shoppingzentren, Apotheken usw. sehen, allerdings fällt hier immer eine zusätzliche Automatengebühr je Abhebung an.

Am besten, du erkundigst dich bei deiner Hotelrezeption, wo die nächste Bankfiliale von Bradesco oder Banco do Brasil liegt. Dies sind ein paar bereits bewährte Filialen in Copacabana und Ipanema, die über Geldautomaten verfügen, die Öffnungszeiten sind in der Regel jeden Tag von 6 bis 22 Uhr:

  • Bradesco hat mehrere Filialen in der Avenida Nossa Senhora de Copacabana (Hausnummern 120, 1018, 1155 und 1246), außerdem in Ipanema in der Avenida Ataulfo de Paiva 368 sowie mehrere Filialen in der Rua Visconde de Pirajá (Hausnummern 102, 495 und 608);
  • Banco do Brasil, Avenida Nossa Senhora de Copacabana 1274;
  • Banco 24 Horas (mit höherer Gebühr), der Geldautomat in der Farmácia do Leme, Avenida Prado Junior 237, Copacabana, hat in dieser 24-Stunden-Apotheke ausnahmsweise wirklich mal rund um die Uhr geöffnet.

Medizinische Versorgung

Rio ist weltberühmt für seine Schönheitschirurgie, halb Hollywood hat sich hier schon liften lassen. Und allgemein ist die privatärztliche Versorgung hervorragend.

Das beste Hospital ist das Copa D’Or in Copacabana. Man zahlt dort in bar oder mit Kreditkarte und lässt sich das Geld später von seiner Reisekrankenversicherung erstatten.

In den sehr zahlreichen Apotheken, die hier Farmácia oder Drogaria heißen, bekommt man fast alle Medikamente. Antibiotika und Psychopharmaka sind jedoch verschreibungspflichtig, daher für den Bedarfsfall von zu Hause mitbringen.

Ansonsten ist hier alles leicht erhältlich, auch Mückenschutz und Sonnencremes. Impfungen sind bei der Einreise nicht vorgeschrieben, für das Landesinnere des Bundesstaates beziehungsweise Inselbesuche empfiehlt sich eine Gelbfieberimpfung.

Packliste für Rio de Janeiro

In Rio kannst du prinzipiell alles kaufen, was es auch zuhause gibt. Mach dir daher keine großen Sorgen, dass du etwas vergessen könntest. Notfalls bekommst du es hier.

Zudem erstellen wir eine Brasilien-Packliste, die alle Eventualitäten berücksichtigt und als Checkliste benutzt werden kann.

Klima, Wetter, beste Reisezeit

Rios Klima ist tropisch, das heißt, richtig kalt wird es fast nie. Im Sommer, also wenn in Europa Winter ist, können die Temperaturen auf bis zu 40 Grad oder mehr ansteigen. In Strandnähe mit Meeresbrise ist das gerade noch erträglich, in der Innenstadt schon weniger. Im brasilianischen Winter dagegen fällt das Thermometer tagsüber selten unter 25 Grad, aber abends kann es am Meer dann schon mal ziemlich frisch werden.

Im Sommer regnet es in Rio generell mehr als im Winter, aber dies geschieht meist in heftigen kurzen Schüben, oft am späten Nachmittag. Im Winter dagegen kann es auch mal drei Tage durchnieseln und kühl sein, man spricht dann hier von einer „Kaltfront“, aber keine Angst, Schnee fällt hier jedenfalls nie.

Im Grunde lässt sich Rio vom Klima her ganzjährig bereisen. Ideal sind aber die Temperaturen im Frühjahr (September bis November) und Herbst (März bis Mai). Im Sommer beziehungsweise von Weihnachten bis Karneval ist Ferienzeit und absolute Hochsaison, dann wird’s heißer, voller und teurer. Über Silvester und Karneval verkaufen die Hotels sowieso nur 4-Tages-Pakete zum dreifachen Preis.

Events, Feste und Feiertage

Hier ein kleine Auswahl:

  • São Sebastião, Fest zu Ehren des Schutzheiligen von Rio (20. Januar)
  • Karneval, geht über eine Woche bis einschließlich dem Wochenende nach Aschermittwoch (Februar oder März)
  • ArtRio, internationale Ausstellung zeitgenössischer Kunst am Pier Mauá, vier Tage am Monatsanfang (Datum variabel, meistens September)
  • Rock in Rio, alle zwei Jahre, eins der größten Musikfestivals der Welt mit nationalen und internationalen Superstars im Olympia-Park in Barra da Tijuca (September)
  • Festival de Cinema do Rio, größtes Filmfestival Brasiliens in rund 30 Kinos mit knapp 400 Filmen aus 60 Ländern (Datum variabel, oft zwischen Ende September und Mitte Oktober)
  • Größtes Silvesterfest der Welt mit zwei Millionen Besuchern am Strand von Copacabana (31. Dezember)
Das größte Silvesterspektakel der Welt steigt an der Copacabana in Rio

Daten & Fakten

Wie ist die Zeitumstellung in Rio de Janeiro?

Die Uhrzeit in Rio de Janeiro ist wie in der Hauptstadt Brasília. Seine eigene Sommerzeit hat Rio vor ein paar Jahren abgeschafft.

Deutschland, Österreich und die Schweiz sind somit von März bis Oktober zur mitteleuropäischen Sommerzeit Rio de Janeiro um fünf Stunden voraus. Zur mitteleuropäischen Normalzeit, also zwischen Oktober und März, sind es nur vier Stunden.

Wie ist die Währung in Rio de Janeiro?

Real, Plural Reais, oder abgekürzt BRL. 1 Real sind 100 Centavos, der höchste Geldschein ist die 200-Reais-Note, die aber selten anzutreffen ist. Wenn du sie mal erwischst, versuche sie gleich wieder loszuwerden, denn oft lässt sie sich nicht oder nur schwer wechseln. Generell solltest du in Rio immer möglichst viel Kleingeld dabei haben.

Hier findest du den aktuellen Wechselkurs.

Welche Sprache wird in Rio de Janeiro gesprochen?

Offizielle Landessprache ist Portugiesisch, wobei es etliche Unterschiede zur Sprache Portugals gibt, sowohl bei der Idiomatik als auch der Aussprache. Auffallend sind die vielen Zischlaute, oft enden die Wörter mit „tschi“, was dem Portugiesischen in Rio einen sehr weichen und melodischen Klang verleiht.

Der Dialekt der Cariocas ist insgesamt leicht von denen anderer Regionen zu unterscheiden, selbst Brasilien-Neulingen fällt es schnell auf. Denn in Rio wird als einer der wenigen Gegenden Brasiliens das s am Wortende wie „sch“ gesprochen, ähnlich dem portugiesischen Portugiesisch. Hier bestellst du also zwei „Caipirinhasch“, während fast überall sonst im Land „Capirinhass“ getrunken werden.

Wie groß ist Rio de Janeiro?

Die Fläche von Rio beträgt 1200 Quadratkilometer (zum Vergleich: Berlin ist 892 Quadratkilometer groß). Rio de Janeiro ist seit 1960 die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates und war von 1763 bis 1960 Hauptstadt von Brasilien.

Wie viele Einwohner hat Rio de Janeiro?

Die Stadt Rio de Janeiro hat 6,75 Millionen Einwohner und ist damit hinter São Paulo die zweitgrößte Metropole Brasiliens.

Post

Falls es noch jemanden gibt, der die alte Tradition des Postkartenschreibens pflegt, hier ein paar Infos: Du bekommst schöne Ansichtskarten an vielen Zeitungskiosken und gehst damit anschließend zu einem Postamt, hier Correio genannt. Briefkästen gibt es zwar, aber Briefmarken nur bei der Post. Man sollte am Schalter darauf achten, dass nach der Frankierung auch noch abgestempelt wird. Nach Pi mal Daumen zwei Wochen kommen die Karten dann meistens in der Heimat an.

Touristeninformation

Das Tourismusamt der Stadt Riotur betreibt ein mehr oder minder engagiertes Auskunftsbüro in der Avenida Princesa Isabel 183 in Copacabana.
Mo–Fr 9–18 Uhr

Hilfreiche Infostände gibt es sowohl an beiden Flughäfen als auch am Fernbusbahnhof Novo Rio. In Copacabana findest du außerdem ein Infobüro auf der Strandpromenade Avenida Atlântica in der Nähe von Kiosk 15 beim Posto 3, ungefähr auf Höhe der Rua Hilário de Gouveia.
Kiosk in Copacabana tgl. 8–20 Uhr

Reiseführer für Rio de Janeiro

Unser Autorenteam ist zuständig für die erfolgreichen Reiseführer DuMont Reise-Handbuch Brasilien und Stefan Loose Travel Handbuch Brasilien. In diesen umfangreichen Ratgebern findest du viele weitere nützliche Tipps und Erklärungen zu Rio de Janeiro und zu ganz Brasilien.

Außerdem habe ich mit Helmuth Taubald ein kleines Büchlein über Rio de Janeiro verfasst, das zwar schon ein paar Jahre alt ist (2017), aber aus meiner Sicht Erstbesuchern in Rio immer noch sehr hilfreiche Dienste leistet: DuMont direkt Rio de Janeiro.

Treuer Wegbegleiter: Stefan Loose Travel Handbuch Brasilien

Rio de Janeiro: Anreise und Weiterreise

Rio de Janeiro hat einen internationalen und einen nationalen Flughafen. Es sind der Aeroporto Internacional Antônio Carlos Jobim GIG, hier auch kurz Galeão oder Tom Jobim genannt, und der Aeroporto Santos Dumont SDU. Sie sind aber nicht streng getrennt, sodass man sich immer vergewissern muss, wo man startet oder landet.

Busverbindungen gibt es in fast alle Teile des Landes, Bahnfahrten so gut wie nicht.

Mit dem Flugzeug

Wo befindet sich der nächste Flughafen?

Der nationale Flughafen Santos Dumont liegt im Zentrum von Rio, viel verkehrsgünstiger kann man in eine Großstadt nicht einfliegen. Vor der Landung wird dir sogar noch ein herrlicher Nahblick auf den Zuckerhut gewährt.

Der internationale Airport liegt dagegen weiter außerhalb, bis zum Hotel kann es je nach Verkehr schon mal eine oder eineinhalb Stunden dauern. Wenn man gut durchkommt, sind es etwa 30 Minuten.

Transfer vom Flughafen

Für den Transfer empfiehlt es sich, am internationalen Flughafen vorab in der Halle bei einem gelben Schalter ein Ticket für ein normales gelbes Taxi (Taxi comum) zu kaufen, die Preise sind nach Zielstadtteilen angegeben und sehr günstig. Zahlung ist auch mit Karte möglich. Danach wird man zu einem Taxi geführt und kommt sicher ans Ziel. Falls du die Uber-App nutzt, kommst du auch gut am Hotel an und zahlst deutlich weniger.

Beim nationalen Flughafen Santos Dumont sind dagegen die schwarzen Sondertaxis (Taxi especial) zu empfehlen, sofern du nicht mit Uber fährst.

Hier beschreibe ich bei Flughäfen und Transfers in Rio ausführlich, wie das Verfahren mit den Taxis und den Uber-Fahrzeugen an den Flughäfen funktioniert, und welche weiteren Optionen dir ansonsten noch zur Verfügung stehen, um nach deiner Ankunft zum Hotel zu kommen.

Flüge von und nach Rio de Janeiro

Rio wird von mehreren internationalen Fluggesellschaften nonstop angeflogen, auch von der Lufthansa ab Frankfurt und München.

Einige Flüge gehen aber weiterhin zuerst über São Paulo und landen danach in Rio. Der Anschlussflug von São Paulo nach Rio führt dann meistens zum nationalen Flughafen Santos Dumont, der im Zentrum liegt und vor der Landung einen herrlichen Nahblick auf den Zuckerhut gewährt.

Als Flugsuchmaschine ist Skyscanner zu empfehlen. Eine gute Recherche lohnt sich, denn die Differenzen bei den Preisen sind enorm.

Mit dem Bus/Minibus

Busbahnhöfe in Rio de Janeiro

Der Fernbusbahnhof heißt Rodoviária Novo Rio und liegt am Ende des Hafengebietes nördlich des Zentrums. Von der Hotelzone Rios ist er somit ein ganz schönes Stück entfernt, per Taxi/Uber kann es dorthin je nach Verkehrslage und Uhrzeit gute 30 bis 60 Minuten dauern.

Hier gebe ich dir einen Überblick über den Busbahnhof von Rio de Janeiro und wie du hinkommst oder nach Ankunft von dort zu deinem Hotel kommst.

Bus-/Minibusverbindungen von und nach Rio de Janeiro

Für Nahziele wie Búzios, Ilha Grande und Paraty ist der Bus eine denkbare Alternative. Er fährt circa stündlich, Tickets gibt’s entweder direkt am Busbahnhof oder vorab über ein Reisebüro oder online.

Bequemer und schneller sind jedoch Tür-zu-Tür-Shuttledienste, die je nach Nachfrage in Minibussen oder auch in großen Bussen stattfinden können. Du meldest dich mindestens einen Tag vorher online für die gewünschte Strecke an, zahlst in der Regel vorab per Kreditkarte und wirst dann zu einer vorgegebenen Uhrzeit an deinem Hotel abgeholt und in Paraty und Búzios vorm Eingang deines Hotels abgesetzt. Komfortabler geht es nicht. Hier beschreibe ich genau, wie du von Rio nach Búzios, Paraty und zur Ilha Grande kommen kannst.

Am sinnvollsten sind die gut ausgestatteten Fernbusse eigentlich auf der mittleren Distanz, zum Beispiel nach São Paulo oder Belo Horizonte (je 6–7 Stunden), nach Ouro Preto (7–8 Stunden) oder nach Vitória und Vila Velha (8–9 Stunden).

Längere Reisen durch das Land, die bis zu 60 Stunden dauern können, sind trotz des Komforts sehr beschwerlich und werden höchst selten gewählt, zumal der Preisunterschied zum Flugzeug oft gar nicht so groß ist. Und für Reisen in die Nachbarländer wird man stets nur fliegen.

So wünscht man sich die Ankunft in Rio de Janeiro

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